Eisenbahn in Südafrika
South African Railways
14, 14A, 14B und 14R

Antigua und Barbuda
17.06.2004 aus Kleinbogen

200 Jahre Dampflokomotiven

14R

Robert Stephenson & Co. lieferte 1913 – 1915 45 Exemplare für die kurven- und steigungsreiche Hauptstrecke zwischen Durban und Ladysmith. Es waren verkleinerte Ausführungen der Reihe 12 und viele Teile waren zwischen beiden Klassen austauschbar. Der wesentliche Unterschied waren die kleineren Kuppelräder der Reihe 14.

Weitere 15 Maschinen lieferte Beyer-Peacock im Jahr 1915. Diese als Reihe 14B bezeichneten Lokomotiven hatten zunächst keinen Überhitzer, weil sie für den Vorortverkehr mit kurzem Haltestellenabstand bestimmt waren und man davon ausging, dass dabei ohnehin kein hoher Grad an Überhitzung erzielt werden konnte. Diese Rechnung ging jedoch nicht auf, und wegen ihrer Ineffizienz wurden bis 1927 alle 14B mit Überhitzern nachgerüstet und der Reihe 14 zugeordnet.

Alle 60 Lokomotiven wurden in den 1930er Jahren mit neuen Standardkesseln ausgerüstet. Dabei wurde die Bezeichnung von 14 auf 14R geändert. Im Rahmen des Umbaus erhielten die Lokomotiven auch neue Führerhäuser mit der für die SAR typischen nach vorne geneigten Stirnseite.

Nach der Elektrifizierung ihrer Stammstrecke wurden die Lokomotiven auf die von Durban ausgehend nach Norden und Süden verlaufenden Küstenstrecken verlegt. 1976 wurden viele Maschinen in die Bergwerksregion um Johannesburg verlegt, wo sie ihre letzten Jahre im Rangierdienst verbrachten. 1983 wurden die letzten Exemplare ausgemustert.

Die North British Locomotive Company lieferte 1915 40 Maschinen, die für die Hauptstrecke nach East London vorgesehen und etwas leichter waren als die Reihe 14. Sie wurden als Reihe 14A geführt. Wegen der geringeren Achslast musste auch die Zugkraft reduziert werden, was durch eine Verringerung des Kesseldrucks und eine Verkleinerung des Zylinderdurchmessers erreicht wurde.

Alle 14A wurden im Laufe ihrer Einsatzzeit mit neuen Standardkesseln ausgerüstet. Dabei wurde die Bezeichnung auf 14R geändert; sie wurden also mit den umgebauten Maschinen der Reihe 14 zusammengefasst. Die ehemaligen 14A waren aber weiterhin erkennbar, denn bei ihnen fehlten die großen Sandkästen auf dem Umlauf.

Anfang der 1980er Jahre wurden die letzten Exemplare ausgemustert. Mindestens eine Maschine, Nr. 1576, ist erhalten geblieben.


Technische Daten
  14 14A 14B 14R
Gesellschaft SAR
Nummern 1701 – 1745 1576 - 1595
1901 - 1920
1746 – 1760 1701 – 1745
1746 – 1760
Hersteller Stephenson North British Beyer-Peacock  
Achsfolge 2'D1'
Spurweite 1.067 mm
Dampfdruck 13,0 kp/cm² 12,4 kp/cm² 13,0 kp/cm²
Zylinder-Ø (2) 559 mm (2) 533 mm (2) 559 mm
  14 14A 14B 14R
Kolbenhub 660 mm
Zugkraft 166 kN 143,5 kN 166 kN
Teibrad-Ø 1.219 mm
Länge 19.910 mm 19.929 mm 19.910 mm 20.707 mm
Dienstgewicht 143,9 t 139,1 t 143,9 t 157 t
Achslast 16,4 t 15,2 t 16,4 t 17 t
Baujahre 1913 - 1915 1915  

Weitere Marken mit gleichem Motiv (nicht in meiner Sammlung):

Block liegt mir nicht vor Guinea
07.04.1985
Block 89 mit Mi.-Nr. 987

Verkehrsmittel

B
14
25C Nr. 3452 "Imaria"