Typ Challenger (4-6-6-4)
Union Pacific Rail Road Nr. 3900 - 3999

1936 bestellte die Union Pacific 40 (2'C)C2'-Mallets mit einfacher Dampfdehnung und Treibrädern von 1.753 mm Durchmesser. Sie wurden von Otto Jabelmann konzipiert und von Alco geliefert. Sie erhielten die Nummern 3900 bis 3939 und die Bezeichnung "Challenger" (Herausforderer). Das führende Drehgestell ergab einen besseren Lauf als die bisherige Laufachse bei älteren Mallet-Loks und das Drehgestell unter der Feuerbüchse erlaubte eine riesige Rostfläche. Die Maschinen wurden über das ganze Netz verteilt und vorwiegend vor schnellen Güterzügen verwendet, aber die letzten 6 Loks wurde speziell für den Personenzugdienst beschafft. Der sichtbare Unterschied zu den früheren Lokomotiven war die Verwendung von viel kleineren sechsachsigen Tendern. Alle Loks feuerte man mit Kohle.

1942 ergab der sprunghafte Verkehrsanstieg durch den Kriegsbeginn einen weiteren Bedarf an großen Maschinen. 1944 baute man 65 weitere "Challengers". Einige Veränderungen verbesserten die ursprüngliche Konstruktion, vor allem die Vergrößerung der Feuerbüchse und die Anwendung von Gußstahlrahmen. Den Dampfdruck wurde erhöht und die Zylinder etwas verkleinert, so daß die Zugkraft unverändert blieb.

Alle Maschinen baute man mit Kohlefeuerung, 1945 baute man 5 von auf Ölfeuerung um. Sie setzte man vor Personenzügen auf den Strecken in den Staaten Oregon und Washington ein. Der Lokomotivabdampf störte oft die Sicht des Lokpersonals, darum rüstete man sie mit großen Windleitblechen aus; sie erhielten auch für einige Zeit den üblichen Personenzuglokanstrich in zwei Grautönen.

Die Numerierung der Challengers war extrem kompliziert, weil man sie beim Umbau von Kohle- auf Ölfeuerung und zurück umnummerte. Auf diese Weise wurden die ursprüngliche 3900 - 3939 zu 3800 - 3839. Die drei Lieferungen der zweiten Serie wurden in der Reihenfolge des Baus als 3950 - 3969, 3975 - 3999 und 3930 - 3939 bezeichnet, damit waren die Nummern 3930 - 3939 zweimal und 3970 - 3974 überhaupt nicht vergeben worden. Darüber hinaus erhielten 18 aus der zweiten Serie bei Ölumbau die neuen Nummern 3700 - 3717.

Glücklicherweise erhielt man Nr. 3985 als Denkmal. 1981 arbeitete man sie wieder betriebsfähig auf, sie ist nun bei weitem die größte betriebsfähige Dampflokomotive der Welt.



3950
St. Vincent
- Bequia
22. 2. 1984

Lokomotiven



3985
Insel Man
22. 5. 1992

Erste transkontinentale Eisenbahn in den USA



3953
Grenadinen von Grenada
28. 8. 1996

Dampflokomotiven



3985
Guyana
28. 4. 1999

EXPO Australia '99



3985
Guinea-Bissau
15. 10. 2003

Lokomotiven



3985
Montserrat
29. 10. 2004

200 Jahre Dampflokomotiven



C1 (LNER)/Callenger Nr. 3977 (UP)
42 2501 (DRG)/DD40AX Nr. 6900 (UP)
I1 (PRR)/TGV Atlantique Nr. 325
Guinea-Bissau
25. 10. 2005

Lokomotiven aus aller Welt



UP 3985
Salomonen
30. 12. 2011

Dampfzüge


Technische Daten
Bauart Serie 1 Serie 2
Gesellschaft Union Pacific
Nummern 3900 - 3939 3930 - 3939,
3950 - 3969,
3975 - 3999
Hersteller Alco
Anzahl 40 50
Fahrwerk 4-6-6-4 ((2'C)C2')
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 10,05 m² 12,3 m²
Heizfläche 499 m² 445 m²
Überhitzer 151,5 m² 200 m²
Dampfdruck 17,93 kp/cm² 19,69 kp/cm²
Zylinder-Ø (4) 558,8 mm (4) 533,4 mm
Bauart Serie 1 Serie 2
Kolbenhub 812,8 mm
Treibrad-Ø 1.752,6 mm
Zugkraft 44,16 t 42 t
Länge   37.160 mm
Gesamtgewicht 397,3 t 486,2 t
Maschinengewicht 256,5 t 284 t
Lokreibungslast 175 t 183 t
Achslast   18,2 Mp
Geschwindigkeit   129 km/h
Baujahre 1936/37 1942 - 1944