Eisenbahn in den USA
Electro-Motive Division (General Motors)
Baureihe F

Malediven Malediven
26.12.1989
Block 161 mit  Mi.-Nr. 1393

Eisenbahnpioniere

Rudolf Diesel

F-Serie

Eine dieser epochemachende Entwicklung waren die Allzweck-Diesellokomotiven der "F"-Serie der Electro-Motive Division von General Motors. Ab 1938 produzierte EMD seine eigene Motortypenreihe 567: 2-Takt-V-Maschinen mit einem Zylindervolumen von 567 Kubikzoll. Die 16-Zylinder-Version hatte eine Nennleistung von 1.007 kW und paßte bequem in eine vierachsige Lokomotive der Achsfolge B-B.

Die Serienmaschinen der Type FT folgten der Vorführmaschine fast auf den Fersen, die Bestellungen kamen aus allen Teilen des Landes. Das EMD-Werk in La Grange stellte sich auf die Großserienproduktion ein und innerhalb von sechs Jahren entstanden hier 1.096 FT-Einheiten, davon allein 320 für den Großabnehmer Santa Fe. Die erste Nachkriegsneuerung war die Entwicklung des "567B"-Dieselmotors mit einer Leistung von 1.500 PS, der den "567A"-Motor mit 1.350 HP ersetzte. Nach 104 Exemplaren der Übergangstype F2 erschien eine vierteilige Vorführ-Einheit der Type  F3 mit einem an die Motorleistung von 1.500 PS angepaßten stärkeren Generator und etlichen anderen Verbesserungen, die sich durch sechs Jahre Erfahrung mit den FT's ergeben hatten. EMD pries die F3 als die am vielseitigsten verwendbare Lokomotive der Geschichte an und die Eisenbahnen schienen dem zuzustimmen, denn in wenig mehr als 2 Jahren, bis 1949 konnte man 1.807 Einheiten verkaufen. Das nächste Modell F7 kam 1949 auf den Markt. Der Hauptunterschied zur F3 bestand in Verbesserungen der Traktionsmotoren und anderer elektrischer Ausrüstungsteile. Bei gleicher Dieselleistung konnte man mit den neuen Fahrmotoren auf schweren Steigungen 25 % höhere Zuglasten ziehen. Auch dieses Lokmodell bot EMD in verschiedenen Varianten an, darunter acht verschiedene Getriebeübersetzungen. Die F7 entpuppte sich als Bestseller: 49 US-Bahnen kauften 3681 F7-Einheiten und 301 FP7-Loks, eine verlängerte Version mit Zugheizkessel, auch Kanada und Mexiko erstanden 238 bzw. 84 Maschinen. Sie übernahmen alle Aufgaben von den schnellsten Personenzügen bis hin zu schwersten Güterzügen. Die F7-Produktion endete 1953 mit dem Erscheinen der F9. Ihr wesentlicher Unterschied zur "F7" war der neue Motortyp "567C" mit einer Leistung von 1.750 PS. Es entstanden innerhalb der nächsten Jahre noch 175 F9-Einheiten.

UNO (Wien)
29.08.1997
Mi.-Nr. 233 - 234 aus  Zusammendruck

Entwicklung des Transportwesens