Dampfturbinenlokomotive (4-8-0-4-8-4)
Chesapeake & Ohio Railroad M-1

Der größte Teil des elektrischen Stroms wird in Kraftwerken mit Dampfturbinen erzeugt und so sprach 1945 nichts dagegen, einen derartigen Antrieb bei einer Lokomotive auszuprobieren. Die Chesapeake & Ohio Railroad bestellte bei Westinghouse Electric und bei den Baldwin Locomotive Works drei Maschinen einer Bauart, die die größten und schwersten Dampflokomotiven sein sollten, die je gebaut wurden.

Der gebirgige Charakter der Strecke von Washington und Cincinnati verlangte nach einer Lokomotive mit einem hohen Anteil angetriebener Achsen, was sich bei einer elektrischen Kraftübertragung leicht verwirklichen ließ. Jeweils drei der vier Achsen der großen Drehgestelle und die beiden Achsen des hinteren zweiachsigen Drehgestells trugen die acht Fahrmotoren. Der Lokomotivkessel normaler Bauart war umgekehrt zur üblichen Praxis mit der Feuerbüchse nach vorne eingebaut, der Bunker für 17 t Kohle lag im vorderen Vorbau der Lok. Der sechsachsige Tender nahm nur die Wasservorräte auf.

In Betrieb und Unterhalt waren die "M-1" sehr teuer, sie waren für die konventionellen Dampflokomotiven keine ernsthafte Konkurrenz, ganz zu schweigen von der Dieseltraktion. Nach nur wenigen Betriebsjahren wurden sie schon Anfang der fünfziger Jahre verschrottet.



Nr. 500 mit Personenzug
Grenada
23. 1. 1989

Lokomotiven



Nr. 500
Guinea
7. 12. 2000

Eisenbahn


Zentralafrika
22. 5. 2018

Dampflokomotiven


Technische Daten

Gesellschaft C&O
Nummern 500 - 502
Hersteller Baldwin
Anzahl 3
Fahrwerk 4-8-0-4-8-4
(2'(1Co)2'(1Co)Bo')
Spurweite 1435 mm
Rostfläche 10,4 m²
Heizfläche 480,76 m²
Überhitzer 164,43 m²
Dampfdruck 21,8 kp/cm²
Turbinenleistung 4476 kW
Generatoren 2
Leistung 8 x 620 PS
Zugkraft 436 kN
Treibrad-Ø 1016 mm
Länge 46965 mm
Gesamtgewicht 559,7 t
Reibungsgewicht 230,4 t
Achslast 28,8 t
Geschwindigkeit 160 km/h
Baujahre 1947 - 1948