Nippon Kokuyu Tetsudō
115

Mit der fortschreitenden Elektrifizierung der japanischen Regionalbahnstrecken in den 1950er Jahren, wuchs der Bedarf an einem leistungsfähigen Triebzug, der in der Lage war, auch größere Steigungen in den bergigen Regionen des japanischen Binnenlandes zu bewerkstelligen. Die Reihen 111 und 113, die zuvor entwickelt worden waren und äußerlich große Ähnlichkeiten zur Reihe 115 aufweisen, waren mit einer Leistung von 100 kW nicht auf diese Einsatzregionen ausgelegt, so dass nur kurze Züge gebildet werden konnten, um die Steigung überwinden zu können. Darüber hinaus waren die Reihen 111 und 113 nicht für kaltes, schneereiches Wetter in den Wintermonaten konzipiert.

Die Entwicklung der Reihe 115 wurde 1963 mit der Version 115-0 abgeschlossen, die zunächst auf der Takasaki-Linie zum Einsatz kam. In der 20-jährigen Produktionszeit der Reihe 115 wurde eine Vielzahl an Varianten zu unterschiedlichen Einsatzzwecken hergestellt. Insgesamt wurden über 2.000 Einheiten produziert.

Nach der Privatisierung der Japanese National Railways gingen die Züge in den Besitz der JR East, der JR West und der Shinano Tetsudō über. Die meisten Züge wurden mittlerweile ertüchtigt und mit verbesserten Motoren ausgestattet. Je nach Einsatzregion sind die Züge der Reihe 115 unterschiedlich lackiert.



Minobu-Linie
Liberia
25. 8. 1999

Lokomotiven aus aller Welt


Technische Daten
Gesellschaft div.
Anzahl über 2.000
Achsfolge Bo'Bo'
Spurweite 1.067 mm
Stromsystem 1,5 kV =
Fahrmotoren 4
Länge (je Triebwagen) 20.000 mm
Leistung 120 kW
Gewicht
Mittelwagen o. Antrieb
übrige
 
44,3 t
29,8 t
Geschwindigkeit 110 km/h
Baujahre 1963 - 1983