Eisenbahn in Malaysia
Anlagen
Bukit Bendera Standseilbahn

Penang ist eine malaysische Insel, die von großen Erhebungen durchzogen ist. Nach dem Vorbild der 1890 in Lynmouth, North Devon, England eröffneten Cliff-Railway wurde ab 1897 von den Ingenieuren D. Logan, Joseph Heim und Alan Wilson bis 1905 eine Standseilbahn gebaut, die den Siedlern den Aufstieg auf die Hügel vereinfachte. Die Berg- und Talstation wurden ab 1900 errichtet und vom Hafen in George Town wurde eine Straßenbahnlinie zur Standseilbahn-Talstation in Air Itam gebaut. Über diese 1.Standseilbahn auf die Penang Hügel ist in der Literatur kaum etwas bekannt, außer, dass die Gesellschaft innerhalb kürzester Zeit pleite ging, nämlich 1906 und der Fahrbetrieb eingestellt wurde.

Ab 1907 wurden wieder konkrete Pläne gefasst, aber erst nach dem Ersten Weltkrieg nahm die Verwaltungsregierung das Problem wieder auf. Für den Bau wurde einen "Fachmann" verpflichtet, nämlich Arnold R. Johnson, der in der Schweiz sein Ingenieursstudium absolviert hatte. Berg- und Talstation konnten renoviert und technisch verbessert werden und die unterschiedlichen Neigungswinkel der Hügel wurden durch die Teilung der Strecke und den unabhängigen Betrieb von zwei Seilbahn-Einheiten ausgeglichen. Am 21. Oktober 1923 wurde die Standseilbahn eröffnet. Die Strecke hat eine maximale Läng von 2.220 m, ist in 1.000 mm Spurweite ausgebaut und hat neben der Berg- und Talstation nun einen dritten Bahnhof in der Nähe des Viadukts. Der untere Teil der Strecke ist genau 907 m lang und überwindet bei einem Gradienten von 50,5% einen Höhenunterschied von 319 m 14 - 353 M.ü.M.).

Der Verkehr verlief relativ störungsfrei, nur das Alter und das Klima knabberten an den Kunstbauten und dem rollenden Material. 1977 wurden umfangreiche Arbeiten am Viadukt, den Überführungen und den Tunneln durchgeführt. Denn obwohl beim Bau auf die Qualität des Baumaterials geachtet wurde (Granit, Beton), hat doch das feuchte, schwülwarme Klima seine Spuren hinterlassen. Es wurden nicht nur der 775 m lange und 50 m hohe Viadukt saniert, sondern auch die weiteren 10 Überführungen kleiner und mittlerer Größe, die die Schluchten und FeIsvorsprünge überbrückten. Lediglich die Stahlbauteile und Schienen hatten die mehr als 50 Jahre Betrieb gut überstanden.

Am 1. Februar 1977 wurden neue, moderne Fahrzeuge für die Standseilbahn bei der Fa. Habegger Engineering Works Ud. bestellt. Die neuen Wagen hatten größere Ausmaße und Fassungsvermögen (80 Fahrgäste), so wurden stärke Stahlseile und stärkere Elektromotoren (100 kW bzw. 105 kW) notwendig. Gleichzeitig konnte die Fahrgeschwindigkeit erhöht und somit die Fahrzeit verkürzt werden. Am 21. Februar 2010 war dann die letzte Fahrt in der alten Form. Ende Februar 2011 erfolgte die Wiedereröffnung mit den neuen Fahrzeugen.

Weitere Marken mit gleichem Motiv (nicht in meiner Sammlung):

Malaysia
21.02.2011
Mi.-Nr. 1826

Tourismus im Hochland

2. Generation