Eisenbahn in Österreich
Achenseebahn

Guinea-Bissau
15.12.1984
Mi.-Nr. 830

Historische Lokomotiven

Nr. 1 "Theodor"

Die Wiener Lokomotivfabrik A.G. in Floridsdorf/Wien baute für die Achenseebahn in den Jahren 1888 und 1889 vier meterspurige Dampflokomotiven für gemischten Reibungs- und Zahnradbetrieb (System Riggenbach). In Esslingen wurden die Maschinenbaupläne angefertigt. Sie ähnelten stark den für die 1886 erbaute Gaisbergbahn angefertigten Loks. Diese waren jedoch reine Zahnradlokomotiven.

Drei von den ursprünglich vier erbauten Lokomotiven sind noch vorhanden. Sie sind in der Sommersaison seit 1889 täglich im Einsatz. Die vierte Lok wurde nach dem 2. Weltkrieg verschrottet bzw. als Ersatzteilspender verwendet. Die Lokomotiven trugen die Fabriksnummern und die Vornamen der Hauptaktionäre aus der Gründerzeit (Theodor, Hermann, Carl und Georg). Diese Namen wurden aber in der späteren Zeit nicht mehr verwendet. Erst anläßlich der 90-Jahr-Feier wurden wieder Namen eingeführt. Heute werden die Namen der Aktieninhaber-Gemeinden verwendet:

Die Lokomotiven sind mit drei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet, die ein Maximum an Sicherheit bieten. Der Antrieb der Loks wird vom Zylinder über Kreuzkopf und Triebstange auf eine Vorgelegewelle übertragen. Diese treibt mit einer Übersetzung von 1:1,95 die Zahnradachse samt Triebzahnrad. Kuppelstangen sorgen für die Kraftübertragung auf die Adhäsionsräder.

EMS Nr. 79/Zahnradlokomotiven der Welt

Österreich
08.06.1989
Mi.-Nr. 1962

100 Jahre Achenseebahn

 

Tansania
05.07.1995
Mi.-Nr. 2069

SINGAPORE '95

Nr. 3 "Carl"

Technische Daten

Gesellschaft Achenseebahn
Hersteller Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf
Nummern 1 - 4
Achsfolge Bzz-n2
Spurweite 1.000 mm
Zahnstange Riggenbach
Rostfläche 0,91 m²
Heizfläche 50,0 m²
Dampfdruck 11 kp/cm²
Leistung 180 PS
Zylinder-Ø 330 mm
Kolbenhub 500 mm
Treibrad-Ø 898 mm
Zahnrad-Ø 890 mm
Anzahl Zähne 28
Länge 5.600 mm
Gewicht 18,3 t
Achslast 9,2 Mp
Geschwindigkeit 10/20 km/h
Baujahr 1888/1889