k. k. südliche Staatsnahn
"Bavaria"

Nachdem die Arbeiten an der Semmeringstrecke fortgeschritten waren, wurde ein Wettbewerb für die Lokomotiven ausgeschrieben, um die beste Bauart herauszufinden. Im März 1850 wurden die Bedingungen veröffentlicht, nachdem man auch das Ausland einbezogen hatte. Bis zum 31. Juli 1851 trafen im Bahnhof Payerbach-Reichenau bei Gloggnitz vier Lokomotiven ein. Ein Bewerber war die BAVARIA von Maffei in München.

Die BAVARIA besaß vier Achsen von denen die beiden vorderen ein Drehgestell bildeten. Dessen Rädet, die der dritten (der Treibachse) und vierten Achse und jene des dreiachsigen Tenders verbanden Kuppelstangen. Von der hinter der Feuerbüchse liegenden vierten Achse wirde die vordere Tenderachse durch Kettenräder und Ketten angetrieben. In gleicher Weise führte man die Kupplung des vorderen Drehgestelles mit der dritten Achse durch. Damit konnte das Gesamtgewicht der Lokomotive und des Tenders von 73 t als Reibungsgewicht herangezogen werden. Nach den zwischen dem 20. August und dem 16. September 1851 stattgefundenen Testfahrten zeigte sich, dass die BAVARIA den Wettbewerb besonders wegen ihrer überlegenen Leistung gewonnen hatte. Bei der Südbahn erhlielt sie Nr. 897.


Bhutan
16. 7. 1984

Lokomotiven


Technische Daten

Gesellschaft SStB
Hersteller Maffei
Fabr.-Nr. 72
Achsfolge BB+C
Spurweite 1.435 mm
Länge 15.000 mm
Gesamtgewicht 73 t
Lokgewicht 68,3 t
Reibungsgewicht 733 t
Geschwindigkeit 20 km/h
Baujahr 1851