k. k. österreichische Staatsbahnen
30

Die Lokomotivbaureihe wurde von Karl Gälsdorf konstruiert und auf der Wiener Stadtbahn eingesetzt. Der Betrieb auf der steigungs- und krümmungsreichen Wiener Stadtbahn erforderte eine kräftige Tenderlokomotive mit gutem Beschleunigungsvermögen und hoher Geschwindigkeit aufgrund der kurzen Stationsentfernungen. Für diese extremen Bedingungen prejektierte Gölsdorf eine schwere, aber kleinrädrige Naßdampf-Tenderlokomotive mit Verbundtriebwerk. Da keine hohe Dauerleistung, dafür aber größte Leistung beim Anfahren abverlangt wurde, war der Kessel für damalige Verhältnisse groß dimensioniert. Die Lokomotive besaß einen Innenrahmen und Außenzylinder. Sie hatte Heusinger-Steuerung sowie eine Anfahrvorrichtung nach Gölsdorf. Auf dem Kessel waren zwei Dampfdome, die durch ein waagerechtes Rohr verbunden wurden. Sie hatte eine selbsttätige Luftsaugbremse und eine Dampfheizeinrichtung. Die Lokomotive mit Nr. 3004 wurde auf der Weltausstellung Paris 1900 ausgestellt. Wärend der Reichsbahnzeit wurden die Lokomotiven als Baureihe 9010 geführt. Bei der ÖBB wurden die Lokomotiven zur Reihe 90. Heute existieren noch 2 Lokomotiven dieses Typs. Die 30.33 befindet sich im Eisenbahnmusueum in Straßhof.



Grenada
Carriacou & Petite Martinique
13. 6. 2000

Eisenbahnen aus aller Welt



30 mit Stadtbahnzug
Bahnhof Gumpendorfer Straße
Österreich
20. 6. 2008

110 Jahre Wiener Stadtbahn


Technische Daten

Gesellschaft kkStB
Nummern 30. 1 - 30.99
30. 101 - 30. 114
Hersteller Floridsdorf
Wr. Neustadt
StEG
Bauart Verbund
Achsfolge 1'C1'
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 2,3 m²
Heizfläche 129,5 m²
Dampfdruck 13,4 atü
Zylinder-Ø
- Niederdruck
- Hochdruck
 
(2) 740 mm
(2) 550 mm
Kolbenhub 632 mm
Treibrad-Ø 1.300 mm
Laufrad-Ø 870 mm
Dienstgewicht 69,5 t
Reibungsgewicht 40 t
Achslast 13,3 t
Wasser 8,5 m³
Kohle 2,5 t
Länge 11.334 mm
Geschwindigkeit 60 km/h
Baujahre 1895 - 1901