Eisenbahn in Österreich
Baureihe 494

Österreich
02.03.1988
Mi.-Nr. 1916

100 Jahre Mühlkreisbahn

Nr. 2 "Aigen"

Die fünf Lokomotiven der Mühlkrelsbahn gehören einer Bauart an, die ab 1882 für verschiedene Bahnen und Werke der damaligen Monarchie von 1882 bis 1908 in 27 Exemplaren von der Lokomotivfabrik KRAUSS & Comp. Linz hergestellt worden sind. Ihren Ursprung hat die als Werktype 3 bekannte Konstruktion, die in insgesamt 12 Exemplaren hergestellt wurde. Nach der Übernahme wurden die Lokomotiven bei der kkStB als Baureihe 294 eingereiht. Die Erstlieferung erfolgte an die Bozen - Meraner Bahn, spätere Lieferungen gingen an die Friedländer Bezirksbahn sowie die Dampftramway Krauss & Camp. von Stammersdorf nach Auersthal.

Dieser Typ war auch für die Mühlkreisbahn passend, doch wurden größere Wasser- und Kohlenvorräte, sowie einige zeitbedingte geringfügige Verbesserungen vorgenommen, was zur Bezeichnung als Werktype 8 führte. Krauss wandte schon damals eine Baukastenmethode bei der Fertigung an, sodaß Rahmen, Triebwerk und Kessel für beide Typen gleich waren. Den 5 Mühlkreis-Lokomotiven von 1887/88 folgten insgesamt 10 weitere für die Reichenberg-Gab1onz-Tannwalder Eisenbahn, Lokalbahn Melnik-Macheno, die Friedländer Bezirksbahn und zwei Fabriken.

Die Mühlkreisbahn-Lokomotiven wurden bei der kkStB als Serie 494 bezeichnet und von der BBÖ 1930/32 ausgemustert. Die Lokomotive 2 kaufte 1930 die Zuckerfabr1k Hohenau, später versah sie Dienst in der Dürnkruter Zuckerfabrik und ist auch jetzt noch, wenn auch nicht betriebsfähig, vorhanden. Sie steht neben dem Casino in Hohenau/Niederösterreich.

EMS Nr. 73/Dampfbetrieb in Alt-Österreich


Technische Daten

Gesellschaft Mühlkreisbahn
Nummern
später
9461 - 9465
494.61 - 494.65
Hersteller Krauss
Fabr.-Nr. 1900 - 1902
1982 - 1983
Achsfolge C
Spurweite 1.435 mm
Baujahre 1887 - 1888