k. k. südliche Staatsbahn
V

Zur Beschaffung der Semmering-Lokomotiven wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Da aber trotz ihrer nachweislichen Eignung keine der vier Wettbewerbslokomotiven hinsichtlich einer Serienfertigung überzeugen konnte, wurde Wilhelm Freiherr von Engerth mit der Entwicklung der ersten Semmering-Lokomotive beauftragt. Diese schließlich nach ihm benannten dreifach gekuppelte Stütztenderlokomotiven wurde 1852 zehn bei Kessler in Esslingen (Deutschland) und sechzehn bei Cockerill in Seraing (Belgien) bestellt und kamen ab November 1854 zur Auslieferung. Bis 1857 wurden weitere Maschinen, auch von der Lokomotivfabrik Wiener Neustadt geliefert. Sie wurden als Kategorie V geführt. Bei der Südbahn-Gesellschaft wurden sie später in die Reihen 19 - 22 eingeteilt und erhielten die Nummern 601 bis 666 (mit Lücken).

An vier Lokomotiven war versuchsweise zwischen den Achsen des Hauptrahmens und des Tenders eine Zahnradkupplung angebracht. Damit sollte das Reibungsgewicht entscheidend erhöht werden. Die Maschinen hatten Außenzylinder. Die außenliegende Steuerung von Stephenson besaß als Kulisse einen von Exzenterstangen angetriebenen gebogenen Schwingenhebel. Diese Steuerungsart bedeutete einen großen Durchbruch, 4a sie die Möglichkeit bot, verschiedene Zylinderfüllungen je nach der geforderten -Leistung einzustellen und damit die Expansion des Dampfes zu bewirken. Der Nachteil der bisherigen Gabelsteuerung war.



links oben "Kapellen"
Volksrepublik Korea
20. 6. 1983

Lokomotiven



"Kapellen" mit Personenzug
Bahnhof am Semmering
Österreich
19. 6. 2004

Semmeringbahn


Technische Daten

Gesellschaft SStB
Hersteller Kessler
Cockerill
Wiener Neustadt
Fabr.-Nr.
Esslingen
 
232 - 239
253 und 254
Achsfolge C(B)
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 1,5 m²
Heizfläche 136 m²
Dampfdruck 7,4 kp/cm²
Zylinder-Ø 474 mm
Kolbenhub 610 mm
Rad-Ø 1.068 mm
Länge 10.399 mm
Gewicht 56 t
Baujahre 1854 - 1857