Eisenbahn in Österreich
k.k. österreichischen Staatsbahnen
199

Österreich
19.09.2010
Mi.-Nr. 2893

100 Jahre Wechselbahn

199
Personenzug
Lokomotivführer

Zwischen 1908 und 1913 wurden 20 Lokomotiven der Reihe 199 gebaut, eine Weiterentwicklung der Reihe 99 für den Einsatz auf Lokalbahnen, die einen größeren Wasservorrat und mehr Kohle mitnehmen konnte. Diese Maschinen fuhren auf den Strecken Bozen-Meran, Krems-Mauthausen und auf der Wechselstrecke der Aspangbahn. Die gleiche Type wurde in neun Exemplaren auch für die NÖLB als Reihe 102 gebaut und auf der Strecke Freiland–Türnitz (Leobersdorfer Bahn) eingesetzt.

Die nach dem Ersten Weltkrieg bei den BBÖ verblieben Lokomotiven behielten ihre kkStB-Nummern . Im Zuge der Verstaatlichung kamen die Lokomotiven der NÖLB 1923 zur BBÖ, wo sie die Nummern 199.21 – 29 erhielten. Bei Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn 1938 erhielten die Lokomotiven die Nummern 98.1352–1374 zugewiesen. Von den ÖBB wurden 1953 noch 9 Stück 199er als Reihe 91.1 übernommen. 1960 begann eine Typenkonzentration, sodass die meisten Lokomotiven in Wiener Neustadt und Mürzzuschlag zu finden waren. Bis 1968 waren alle Lokomotiven bis auf drei Exemplare ausgemustert.


Technische Daten
Gesellschaft kkStB
Nummern
kkStB
NÖLB
BBÖ
 
199.1 - 20
102.1 - 9
199.1 - 29
Hersteller Krauss
Floridsdorf
Anzahl
kkStB
NÖLB
 
20
9
Achsfolge 1'C
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 1,42 m²
Heizfläche 74,5 m²
Dampfdruck 13 kp/cm²
Zylinder-Ø (1) 370 mm
(1) 570 mm
Kolbenhub 570 mm
Treibrad-Ø 1.140 mm
Laufrad-Ø 870 mm
Länge 8.866 mm
Gesamtgewicht 41,95 t
Reibungsgewicht 31,5 t
Geschwindigkeit 60 km/h
Baujahre 1908 - 1913