k.k. österreichischen Staatsbahnen
429.9

Die Personenzug-Schlepptenderlokomotivreihe 429 der kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) war eine von Karl Gölsdorf zur Heißdampfvariante 429 modifizierte 329. Die Rauchkammer wurde verlängert, der Langkessel entsprechend verkürzt, der Hochdruckzylinder erhielt Kolbenschieber, der Niederdruckzylinder Flachschieber. Die Lokomotivfabrik Floridsdorf, die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik und die Lokomotivfabrik der StEG lieferten 57 Stück (429.0157) an die kkStB. Weitere 126 Maschinen wurden mit Kolbenschieber auf beiden Seiten geliefert (429.100225). Gleichzeitig wurde eine Zwillingvariante mit Kolbenschiebern erprobt, von der schließlich 197 Stück von der kkStB beschafft wurden (429.900999 und 429.19001996).

Nach dem Ersten Weltkrieg gab es die ehemaligen 429er als Reihe 354.7 bei der Tschechoslowakischen Staatsbahn (ČSD). Sie baute alle Verbundmaschinen (27 der ersten, 57 der zweiten Bauform) in Zwillingsmaschinen um. Zusammen mit den übernommenen 68 Zwillingsmaschinen verfügte sie somit über 152 Exemplare der Reihe 354.7. Mit Ausnahme einer Maschine erhielten alle Lokomotiven einen zweiten Dampfdom mit Verbindungsrohr. Bei der ČSD schied die Reihe 354.7 erst 1967 aus dem Bestand aus.



ČSD 354.7
Tschechische Republik
7. 6. 2017

Historische Lokomotiven


Technische Daten

Gesellschaft kkStB
Nummern 900-999,
1900-1996
Hersteller Floridsdorf
Wr. Neustadt
StEG
BMMF
Fahrwerk 2-6-2 (1'C1')
Spurweite 1435 mm
Rostfläche 3,0 m²
Heizfläche 99,8 m²
Überhitzer 28,25 m²
Dampfdruck 15 kp/cm²
Zylinder-Ø (2) 475 mm
Kolbenhub 720 mm
Treibrad-Ø 1614 mm
Laufrad-Ø 870 mm
Dienstgewicht 67,2 t
Reibungsgewicht 43 t
Länge 10548 mm
Geschwindigkeit 80 km/h
Baujahre 1911 - 1918