Eisenbahn in Österreich
Wien-Gloggnitzer-Bahn
Typ 2'B

"Personenzug mit Lok "Steinbrück"
Reisende"
Bahnhof

Zentralafrika
31. 12. 1986

150 Jahre Eisenbahn in Deutschland

Briefmarke:
Werner von Siemens
DB 403


Die 2'B-Lokomotiven für die Wien-Gloggnitzer-Bahn von John Haswell waren eine seiner erfolgreichsten Konstruktionen, die auf der Norris-Type basierten. Sie wurden als die "Gloggnitzer" bekannt, auch nachdem sich ihr Wirkungsbereich nach Eröffnung der Semmeringpaß-Strecke und der Vollendung der Südbahn 1857 über Gloggnitz hinaus bis Laibach, 460 km von Wien, ausdehnte.

Unter den Besonderheiten dieser Lokomotiven muß das Drehgestell zuerst genannt werden. Es war so gebaut, daß es sich auch seitlich verschieben konnte und nicht nur um einen Punkt drehen. Da die Treibachsen nahe beim Drehgestell lagen und dadurch die Lage der Lokomotivachse zur Gleisachse bestimmten, sie waren ja nicht seiterverschiebbar, mußte eben das Drehgestell diese Bewegungsmöglichkeit besitzen. Haswell führte diese Anordnung schon lange vor Levi BisseIl aus New York ein, der aber ein Patent dafür erhielt. Ebenso interessant sind der "Yankee"-Funkenfängerschlot (nicht umsonst hatte Norris eine Fabrik in Wien), die runden Querschnitte der Treib- und Kuppelstangen und die Reisigbündel an den vorderen Bahnräumern, die Steine und andere kleine Hindernisse von den Schienen fegen sollten.

Die Wien-Gloggnitzer-Bahn erhielt 1844 zwei und 1846 acht mit Namen versehenen Lokomotiven dieser Bauart. Drei Maschinen von 1846 wurden von der österreichisch-ungarischen Staatseisenbahn-Gesellschaft (StEG) übernommen und mit den Nummern 75 - 77 eingesetzt. Die übrigen Maschinen übernahm die k. k. südliche Staatsbahn (SStB) von der Wien-Raaber Bahn, wie die WGB inzwischen hies. Sie erhielten die Nummern 244 - 246, 250 und 251 sowie die Lokomotiven von 1844 die Nummern 807 und 808. Die SStB beschaffte von 1848 bis 1850 weitere 22 Lokomotiven der Bauart, die neben Namen die Nummern 809 - 830 erhielten und in Kategorie II als Serie 15a geführt wurden. Acht Lokomotiven wurden später an die Graz-Köflacher Eisenbahn verkauft.

Eine dieser berühmten Lokomotiven überlebte. Es handelt sich um die "Steinbrück". Sie war von 1848 bis 1860 bei der Südbahn und kam anschließend zur Graz-Köflacher Eisenbahn und wurde später mit der Nummer 827 eingesetzt. Heute ist sie Eigentum des "Technisches Museum Wien" und im Heizhaus Strasshof untergebracht.


"Steinbrück"

Österreich
5. 12. 2003

Meine Marke (VPÖE)

Bahnbetriebswerk Strasshof
(jetzt Eisenbahnmuseum)

"Steinbrück"

Österreich
5. 12. 2003

Meine Marke (Technisches Museum Wien)

 

"Steinbrück"

Österreich
5. 12. 2003

Meine Marke (Technisches Museum Wien)

 

"Bruck"

Österreich
13. 3. 2013

Bahnhof Baden zur Biedermeierzeit

Wien-Gloggnitzer-Bahn
Bahnhof Baden

Technische Daten
Gesellschaft WGB
Konstrukteur John Haswell
Hersteller WGB
Anzahl 32
Achsfolge 2'B
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 0,94 m²
Heizfläche 70,6 m²
Dampfdruck 5,5 kp/cm²
Zylinder-Ø (2) 368 mm
Kolbenhub 579 mm
Zugkraft 25,6 kN
Treibrad-Ø 1.420 mm
Länge 12.853 mm
Gesamtgewicht 32 t
Reibungsgewicht 15 t
Achslast 7,5 t
Geschwindigkeit 80 km/h
Baujahre 1844 - 1850