Eisenbahn in Österreich
Baureihe Ib
Baureihe 401

Obervolta
14.08.1984
Mi.-Nr. 970

Lokomotiven

Nr. 83 "Livingstone"

Als die östereich-ungarischen Eisenbahngesellschaften ihren Maschinenpark durch die Einführung der Schnellzuglokomotiven vergrösserte - zusätzlich zu den bisherigen Personenzuglokomotiven für den mehr allgemeinen Dienst -, führten die Bedingungen eines schnelleren Umlaufs einen völligen Wandel in der Konstruktion herbei. Die "echte" Schnellzuglokomotive, hatte ein Vorlaufdrehgestell mit langem Achsstand; die Treibräder waren ganz an das hintere Ende der Maschine gerückt und die Feuerbüchse saß tief zwischen den beiden Treibachsen, wie es zu dieser Zeit auch britischer Brauch war. Die Zylinder waren gleichfalls weit zurückversetzt, um auf die hintere Kuppelachse zu wirken, und das Ventilgestänge war nach wie vor ganz an der Aussenseite angeordnet. Der gefällige Außenrahmen machte einem Innenrahmen Platz, und ein charakteristisches Merkmal vieler Lokomotiven auf dem Kontinent erschien zum erstenmal: der Klappdeckel auf dem Schornstein. Alle diese österreichischen Lokomotiven haben als Ventilgestänge den Allanschen geraden Schieberantrieb an der Außenseite.

Die Schwesterlokomotive führte den Namen "Foucault". Bei der Nordwestbahn gehörten sie der Baureihe Ib an. Bei der kkStB wurden sie der Baureihe 401 zugeordnet.

Dampfbetrieb in Alt-Österreich/Eisenbahnen der Gründerjahre 1851 - 1895


Technische Daten

Gesellschaft Nordwestbahn
Nummern 82 und 83
Hersteller Floridsdorf
Achsfolge 2'B
Spurweite 1.435 mm
Länge 14.866 mm
Gewicht 40,5 t
Geschwindigkeit 80 km/h
Baujahr 1874