Eisenbahn in Österreich
Südbahn-Gesellschaft
13

Kroatien
29.03.2010
Mi.-Nr. 945

150 Jahre Eisenbahn in Kroatien

Nr. 504
Eisenbahner

Die Kaiser Franz Joseph-Orientbahn (KFJOB), einer Privatbahngesellschaft Österreich-Ungarns, bestellte 1857 zunächst fünf 1B-Schnellzuglokomotiven bei der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, denen 1859 weitere baugleiche zwölf Lokomotiven bei der Maschinenfabrik Esslingen folgten. Die Maschinen hatten Außenrahmen, Hallsche Kurbeln und außenliegende Stephenson-Steuerung. Die Südbahn-Gesellschaft (SB) übernahm sie als Reihe 13 (ab 1864 Reihe 18). Sie waren die ersten Lokomotiven der Südbahn, die selbst bremsbar waren; davor hatten nur die Tender Bremsen. Da die Maschinen die an sie gestellten Erwartungen voll befriedigten, bestellte die SB weitere 17 Stück bei der Lokomotivfabrik der StEG und nochmals drei Stück bei der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik. Insgesamt waren also 37 Maschinen vorhanden.

Als sie für die österreichischen Bergstrecken zu schwach und von den Loks der Reihe 17a, b, c, d abgelöst wurden, setzte man sie auf den ungarischen Strecken der Südbahn-Gesellschaft ein.

Die BBÖ reihte 1924 19 Lokomotiven als Reihe 118 ein, die bis 1932 ausgemustert wurde. Die FS ordnete 26 Lokomotiven als 122 ein. Zwei Lokomotiven gingen nach Jugoslawien.


Technische Daten

Gesellschaft KFJOB/Südbahn
Nummern 500 - 521
528 - 539
Hersteller Kessler
Sigl
StEG
Anzahl 37
Fabr.-Nr.
528 - 539
 
457 -468
Achsfolge 1'B
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 1,38 m²
Heizfläche 120,2 m²
Dampfdruck 6,66 kp/cm²
Zylinder-Ø (2) 411 mm
Kolbenhub 632 mm
Leistung 310 kW
Treibrad-Ø 1.580 mm
Laufrad-Ø 1.264 mm
Länge 8.270 mm
Gesamtgewicht 32,4 t
Reibungsgewicht 22,5 t
Geschwindigkeit 65 km/h
Baujahre 1857 - 1859