Eisenbahn in Österreich
Österreichische Bundesbahnen
2095

Österreich
10.01.2006
Mi.-Nr. 2566 aus Markenbuch "Schmalspurbahnen in Österreich"

Meine Marke

2095.05
Personenzug

Die Reihe 2095 der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist eine vierachsige Schmalspur-Diesellokomotive für 760 mm-Spurweite mit dieselhydraulischem Antrieb. Die 15 Lokomotiven wurden ab 1958 von der Firma Simmering-Graz-Pauker (SGP, heute Siemens) als Werkstyp LDH 600s in der Lokomotivfabrik Floridsdorf gebaut. Sie ersetzten einen großen Teil der bis dahin noch auf mehreren Strecken unentbehrlichen Dampflokomotiven. Die drei Erstserienmaschinen (2095.01-03) besaßen bis 1968 eine Dampfheizung zur Beheizung der Personenwagen. Diese wurde später wieder ausgebaut, da die Wagen eine eigene Webasto-Heizung erhielten.

Die Lokomotiven sind auf den Schmalspurbahnen Zell am See - Krimml (Pinzgauer Lokalbahn), der Ybbstalbahn und auf der Mariazellerbahn und deren Zweigstrecke eingesetzt, auch auf den nur noch im Tourismusverkehr betriebenen Waldviertler Schmalspurbahnen sind sie als Ergänzung zum Dampfbetrieb 2095 anzutreffen. Weiters war die Baureihe bei der 1985 eingestellten Bregenzerwaldbahn im Einsatz.

2095.02 und 03 wurden nach einem Unfall ausgemustert. Die anderen Loks befinden sich noch im Bestand der ÖBB bzw. wurden drei Exemplare von der Salzburger Lokalbahn übernommen, die sie als Vs 71–73 auf der seit 1. Juli 2008 dem Land Salzburg gehörenden Pinzgauer Lokalbahn einsetzt.


Technische Daten
Gesellschaft ÖBB
Nummern 2095.01 - 15
Hersteller SGP/Floridsdorf
Fabr.-Nr.
SGP
Floridsdorf
 
77.664
18.127 - 18.130,
18.150 - 18.159
Achsfolge B B
Spurweite 760 mm
Motor SGP S12a
Leistung 440 kW
Anfahrzugkraft 99 kN
Treibrad-Ø 900 mm
Länge 10.400 mm
Gewicht 31 t
Geschwindigkeit 60 km/h
Baujahre 1958 - 1962