Deutsche Reichsbahn
99 231-247

Zum Ersatz des teilweise überalterten und überdies heterogenen Lokomotivbestands der Harzquer- und Brockenbahn sowie der Schmalspurbahn Eisfeld–Schönbrunn beschaffte die Deutsche Reichsbahn zwischen 1954 und 1956 insgesamt 17 Neubaulokomotiven. Die Konstruktion wurde von den Einheitsloks der Baureihe 99.22 abgeleitet. Die ersten sieben Exemplare (99 231 bis 99 237) waren ursprünglich mit zwei jeweils aus dem Laufradsatz am jeweiligen Lokomotivende und dem benachbarten Kuppelradsatz gebildeten Krauss-Helmholtz-Lenkgestellen ausgerüstet. Bei den Maschinen des zweiten Bauloses wurden aus dem vorderen Laufradsatz und dem ersten und zweiten Kuppelradsatz dreiachsige Schwartzkopff-Eckhardt-Lenkgestelle. Alle Maschinen waren zwischen 1976 und 1983 unterschiedlich lange mit Ölhauptfeuerung ausgerüstet und sind die leistungsfähigsten Schmalspurdampflokomotiven, die bisher auf deutschen Strecken eingesetzt wurden.

Die acht betriebsfähigen Loks werden heute hauptsächlich auf der Harzquerbahn und im Brockenverkehr von Wernigerode (sechs Exemplare) und Nordhausen Nord (zwei Exemplare) aus eingesetzt.

Ihre Betriebsnummern änderten sich von 99 231 ff. mit Einführung der Computernummern 1970 in 99 7231 ff. und nach dem Einbau der Ölfeuerung in 99 0231 ff. Die Computernummern haben weiterhin ihre Gültigkeit, da die HSB bis auf Lok 99 222 (Vorgängerbaureihe) am DR-Nummernplan von 1970 festhält.




9972 mit Personenzug der Harzer Schmalspurbahn
Deutschland
9. 2. 2012

125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz


99 7243 mit Personenzug der Harzer Schmalspurbahn
Niger
28. 5. 2016

Dampflokomotiven



Technische Daten

Gesellschaft DR
Hersteller VEB Karl Marx
Anzahl 17
Fahrwerk 2-10-2 (1'E1')
Gattung K 57.10
Spurweite 1000 mm
Rostfläche 2,8 m²
Heizfläche 95,5 m²
Überhitzer 30 m²
Dampfdruck 14 kp/cm²
Zylinder-Ø (2) 500 mm
Kolbenhub 500 mm
Treibrad-Ø 1000 mm
Laufrad-Ø 550 mm
Länge 12500 mm
Lokdienstlast 60,5 t
Lokreibungslast 47,5 t
Geschwindigkeit 40 km/h
Baujahre 1954 - 1956