Eisenbahn in Deutschland
Baureihe 99500

Kongo (Kinshasa)
15.01.2001
Mi.-Nr. 1534

Lokomotiven aus aller Welt

 

Die Stadt Spremberg, an der Südgrenze der früheren Mark Brandenburg gelegen, eröffnete am 1. 10. 1897 den Betrieb auf einer Kleinbahn, die über 3,2 km meterspurig durch die Stadt führte. Auf dieser Strecke, die später bis auf eine Länge von 23 km anwuchs, entwickelte sich im Laufe der Zeit ein reger Rollbockbetrieb. Als Triebfahrzeuge wurden hauptsächlich zweiachsige Tenderlokomotiven eingesetzt. Im Jahre 1925 lieferte Borsig eine kleine, aber sehr bullig wirkende zweiachsige Naßdampf-Tenderlok mit der Fabrik-Nr. 11.870. Bis zum Jahre 1956 war die Maschine bei der Spremberger Stadtbahn. Als diese den Schienenverkehr aufgab, kam die Lok als 99 5001 zur Deutschen Reichsbahn, zunächst verblieb sie im Raw Görlitz. Dort wurde sie überholt und mit einer Körting-Saugluftbremse ausgestattet. Im Jahre 1957 kam die Maschine nach Nordhausen zum Verschiebedienst. Wenig später wurde sie dem Bw Wernigerode-Westerntor der Harzquerbahn zugeteilt. Sie wurde vor allem im Rollbockbetrieb eingesetzt und versorgte darüber hinaus auch die verschiedenen Werkanschlüsse. Nach einem rund zehnjährigen Einsatz wurde sie aus dem Betrieb gezogen.

Schmalspur-Dampflokomotiven (Obermayer)


Technische Daten

GesellschaftSpremberger Stadtbahn
DR
HerstellerBorsig
BauartB h2
GattungK 22.10
Spurweite1.000 mm
Treibrad-Ø850 mm
Länge6.150 mm
Geschwindigkeit25 km/h
Kesseldruck13 kp/cm²
SteuerungHeusinger
Rostfläche1,00 m²
Verdampfungsheizfläche40,20 m²
Überhitzerheizfläche20,00 m²
Zylinder-Ø340 mm
Kolbenhub400 mm
Gewicht21 t
Wasser1,40 m³
Kohle0,85 t
Baujahr1925