Königlich Sächsische Staatseisenbahnen
IV K

Für die 28 Bahnen des sächsischen Schmalspurnetzes mit der Spurweite 750 mm, das bereits im Jahre 1893 eine Länge von rund 327 km hatte und bis 1920 auf ungefähr 520 km ausgebaut wurde, bestand naturgemäß ein recht großer Lokomotivbedarf. Schon bald reichte auch die Leistung der kleinen Maschinen der Gattung I K nicht mehr aus. Die krümmungsreichen Strecken engten den Spielraum bei der Konstruktion neuer Lokomotiven in der Zeit vor der Jahrhundertwende noch stark ein. Man scheute vor dem Bau größerer einrahmiger Maschinen für Schmalspurbahnen noch zurück. Deshalb schuf Hartmann die neue und sehr leistungsfähige Gattung IV K mit zwei Drehgestellen der Bauart Günther-Meyer. Es waren Vierzylinder-Naßdampf-Verbundmaschinen, deren Hochdruckzylinder am Außenrahmen des hinteren Gestells angeordnet wurden. Das vordere Gestell mit den Niederdruckzylindern hatte einen Innenrahmen erhalten. Von 1892 bis 1921 lieferte Hartmann insgesamt 96 dieser Lokomotiven, die Bahn-Nr. 103 - 198. Zur Reichsbahn kamen 91 Maschinen und wurden als Reihe 9951 - 60 geführt, fünf Stück verblieben nach 1918 auf den südöstlichen Kriegsschauplätzen.



Radebeul - Radeburg
Deutsche Demokratische Republik
25. 11. 1980

Schmalspurbahnen



Preßnitztalbahn
99 1606-5 mit Personenwagen
St. Thomas und Prinzeninsel
2003

Eisenbahn


Technische Daten

Gesellschaft k. sächs. StB
Hersteller Hartmann
Gattung K 44.7/K 44.8
Anzahl 96
Achsfolge B'B'
Spurweite 750 mm
Rostfläche 0,97 m²
Heizfläche 49,87 m²
Dampfdruck 12/14/15 kp/cm²
Zylinder-Ø 240/370/400 mm
Kolbenhub 380 mm
Treibrad-Ø 780 mm
Länge 9.000 mm
Geschwindigkeit 30 km/h
Lokreibungslast 26,8 - 28,6 t
Lokdienstlast 26,8 - 28,6 t
Baujahre 1892 - 1921