Deutsche Bundesbahn
151 001-170

Die Reihe 151 ist eine zwischen 1972 und 1978 an die Deutsche Bundesbahn (DB) ausgelieferte Serie von Elektrolokomotiven für den schweren Güterzugdienst. Sie wurde auf Grundlage der Erfahrungen mit dem Einheitslokomotivbauprogramm entwickelt. Am 21. November 1972 wurde als erste Lokomotive die 151 001 von AEG und Krupp ausgeliefert, es folgten elf weitere Vorserienlokomotiven, die ausgiebig erprobt wurden, bevor die Serienlieferung begann. Wie bereits bei den Einheitselektrolokomotiven wurden neben den Entwicklerfirmen AEG und Krupp die Firmen BBC und Siemens am Bau des elektrischen Teils und die Firmen Henschel und Krauss-Maffei am Bau des Fahrzeugteils der Serienlokomotiven beteiligt. Insgesamt wurden 170 Lokomotiven beschafft.

Prinzipiell sind die Lokomotiven der Reihe 151 auch für den Reisezugdienst geeignet, sie wurden früher planmäßig auf den Rampen der Frankenwaldbahn nach Probstzella oder bei Mangel an Personenzuglokomotiven z. B. rund um Stuttgart oder auf der Ruhr-Sieg-Strecke eingesetzt.

Zwanzig Lokomotiven wurden ab 1976 mit der automatischen Mittelpufferkupplung Bauart Unicupler (AK69e) zur Beförderung schwerer Erzzüge in Doppeltraktion von den Nordseehäfen zu den Stahlwerken Peine-Salzgitter und ins Saarland ausgerüstet. Diese Umrüstung wurde notwendig, da die Gesamtzugmasse der Erzzüge mit 4000 Tonnen und später 6000 Tonnen zu groß für die normalerweise verwendeten Schraubenkupplungen wurde.

Nach Ende ihrer Einsatzzeit bei der DB sind viele Maschinen bei anderen Eisenbahnunternehmen in Betrieb.


Tuvalu Nui
7. 8. 1987

Lokomotiven


Technische Daten

Gesellschaft DB
Nummern 001 - 170
Hersteller AEG,
BBC,
Henschel,
Krauss-Maffei,
Krupp,
Siemens
Achsanordnung Co'Co'
Spurweite 1435 mm
Stromsystem 16 2/3 Hz, 15 kV
Anzahl der Motoren 6
Stundenleistung 6228 kW
Dauerleistung 5982 kW
Anfahrzugkraft 395 kN
Treibrad-Ø 1250 mm
Länge 19490 mm
Dienstlast 118,0 t
Reibungslast 118,0 t
Achslast 19,7 t
Geschwindigkeit 120 km/h
Baujahre 1972 - 1978