Eisenbahn in Deutschland
Dresdner Bahnhof Leipzig

Deutschland
- DDR -
04.04.1989
Mi.-Nr. 3239

150 Jahre erste deutsche Fernbahn

Stadtseite um 1839

Der älteste Bahnhof in Leipzig wurde nordöstlich des Stadtkerns »am unteren Park«, auf der heutigen Ostseite des Hauptbahnhofs angelegt. Der Leipziger Architekt Eduard Poetzsch schuf bei der Gestaltung dieses Bahnhofsgebäudes die typische Form des Kopfbahnhofes, die später bei vielen Bahnhofsbauten als Vorbild diente. Als erster Bau entstand die stadtseitig mit drei Toren versehene, an der Ausfahrtseite aber völlig offene Personenhalle, der »Personeneinsteigschuppen«. Diese Bahnsteighalle besaß eine hölzerne Bohlendachkonstruktion nach englischem Vorbild, die so oder in ähnlicher Art bei den frühen Bahnhofshallen üblich war, bevor sich Stahlkonstruktionen durchsetzten. Zusammen mit Poetzsch wirkten die Zimmermeister Richter und Niederitz sowie der Maurermeister Brendel 1839 an dieser Bauaufgabe, für die es in Deutschland seinerzeit noch kein Vorbild gab.

Im Gegensatz zu anderen Bahnen lagen bei der Leipzig-Dresdner Eisenbahn, die das englische Prinzip des Linksfahrens übernommen hatte, ursprünglich der Abfahrtsbahnsteig links und der Ankunftsbahnsteig rechts.

Das alte Bahnhofsgebäude wurde 1864 abgebrochen, da es die gestiegenen Ansprüche nicht mehr erfüllen konnte. Die neue Anlage, 1864 bis 1866 nach Entwürfen des Dresdner Oberingenieurs Pöge und des Leipziger Architekten E. Hetzel ausgeführt, bedeutete vor allem betriebstechnisch keinen wesentlichen Fortschritt.

Am 1. Februar 1913 verließ der letzte Zug nach Dresden den alten Dresdner Bahnhof. 1913 wurde mit dem Bau der Sächsischen Seite, des letzten Abschnitts des Hauptbahnhofs begonnen.


Tansania
30.09.1999
Block 480 mit  Mi.-Nr. 3591

Historische Dampflokomotiven

Ausfahrseite um 1939

Historische Bahnhofsbauten