Eisenbahn in Deutschland
Leipzig Hauptbahnhof

Deutsches Reich
01.03.1941
Mi.-Nr. 767

Leipziger Frühjahrsmesse 1941

 

Sachsen und Preußen einigten sich auf den Bau eines gigantischen Kopfbahnhofes, der von beiden Verwaltungen betrieben wurde. Er konnte Dank der Stumpfgleise sehr weit in das Innenstadtgebiet gelegt werden. 1902 wurde darüber ein Vertrag geschlossen mit der Stadt und der Reichspost. Nach einem Entwurf sächsischer Architekten entstand das Bauwerk und wurde am 4. Dezember 1915 fertiggesteilt.

26 Bahnsteige, jeweils 13 für Preußen und Sachsen, lagen unter der Stahlkonstruktion. Ein riesiges Empfangsgebäude mit der Querbahnsteighalle aus Sandstein bildete die Front. Die Gleisanlagen waren so perfekt, daß es zu keinen oder minimalen Überschneidungen bei Ein- und Ausfahrten gab. Als Schlußstein diente der Grundstein vom ehemaligen Dresdner Bahnhof. Die Gesamtkosten betrugen 135 Millionen Mark.

Der Dualismus des sächsisch-preußischen Gemeinschaftsbahnhofes wurde 1920 mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) beendet. Der Hauptbahnhof kam unter die Verwaltung der Reichsbahndirektion Halle.

Im Dezember 1943 überstand der Bahnhof den ersten Luftangriff britischer Bomber. Die Zertrümmerung besorgten amerikanische Bomber am 7. Juli 1944. In 60 Minuten wurden 6 Jahre Ingenieurkunst und Arbeiterfleiß zerstört. Auch die 265 m lange Decke der Querbahnsteighalle stürzte dabei ein, so daß ein provisorischer Weiterbetrieb erheblich behindert wurde. 1948 begann der Wiederaufbau zum originalen Zustand. Erst 1962 waren diese Bauarbeiten mit der Wiederherstellung der Überdachung des Querbahnsteiges abgeschlossen.

Deutschland
- DDR
29.08.1958
Mi.-Nr. 649

Leipziger Herbstsmesse 1958

 

Deutschland
- DDR
24.09.1985
Mi.-Nr. 2971

Eisenbahnwesen und seine Tradition

Leipzig Hbf
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