Eisenbahn in Deutschland
Bauwerke und Strecken
Bahnhof München Olympiapark

Deutschland
05.07.1972
Block 7 mit Mi.-Nr. 723 - 726

Olympische Spiele 1972, München

Planungsmodell des Olympiaparks mit S-Bahn-Bahnhof Olympiastadion

Der ehemalige S-Bahnhof Olympiastadion im Norden Münchens wurde im Zuge der Olympischen Sommerspiele am 26. Mai 1972 erstmals angefahren, um für die großen Besucherströme neben der Münchner U-Bahn mit der Münchner S-Bahn ein zweites leistungsfähiges Transportmittel zum Olympiagelände zur Verfügung zu stellen.

Nach den Olympischen Spielen war er nicht mehr in das reguläre S-Bahnsystem eingebunden, sondern wurde erst nur sporadisch und ab dem 8. August 1984 dann regelmäßig von der S8 und der S11 bei allen Fußballspielen im Olympiastadion angefahren.

Der Bahnhof bestand aus zwei Mittelbahnsteigen und insgesamt vier Gleisen, von denen die zwei östlichen hier endeten. Die beiden anderen Gleise führten weiter nach Süden; dort befanden sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahnstrecke München–Landshut, später ein Anschlussgleis zu Kasernen an der Dachauer Straße und noch während des Betriebs des Bahnhofs eines zum damaligen Gaswerk der Stadtwerke München. Angefahren wurde dieser Bahnhof über den sonst nur für den Güterverkehr genutzten Nordring der DB. Während der Olympischen Spiele wurde der Verkehr sowohl von Osten über Johanneskirchen als auch von Westen über Allach und Moosach abgewickelt, später nur von Westen.

Nach dem Ende der Fußball-Europameisterschaft 1988 wurde der Bahnhof am 8. Juli 1988 geschlossen und ist seitdem dem Verfall preisgegeben.