Eisenbahn-Infrastruktur
Eisenbahnbrücken
 
Müngstener Brücke
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Müngstener Brücke

Am 15. Juli 1997 wurde die Brücke über die Wupper zwischen Solingen und Remscheid, Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke, 100 Jahre alt. Das wirtschaftliche Wachstum und die Verflechtung der bergischen Industriestädte Solingen und Remscheid hatte zum Ende des 19. Jahrhunderts eine beachtliche Größenordnung erreicht. Voraussetzung für eine kontinuierliche Weiterentwicklung wurde eine direkte, auch nach Düsseldorf und zu den Rheinhäfen weiterführende Schienenverbindung dieser in Sichtweite (8 km Luftlinie) liegenden Städte. Lange schon hatten die aufstrebenden Städte Solingen und Remscheid aufgrund der wechselseitigen Beziehungen und im Interesse ihrer Wirtschaft die verkehrstechnische Lösung durch ein Brückenbauwerk gefordert, denn das größte, natürliche Hindernis war das breite, tief eingeschnittene Tal der Wupper bei der Ortschaft Müngsten. Technische Schwierigkeiten und die hohen Kosten standen zunächst der Realisierung entgegen. Nachdem sich Remscheid und Solingen zur Übernahme der Grunderwerbskosten verpflichtet hatten, bewilligte der preußische Landtag 1890 die erforderlichen Mittel. Eine außergewöhnliche, technische Pionierleistung konnte beginnen. Einige Zahlen mögen die Einzigartigkeit der Müngstener Brücke verdeutlichen: Gesamtlänge 500 m, Höhe über dem Wasserspiegel der Wupper 107 m, Spannweite des Brückenbogens 170 m, Gewicht der Eisenkonstruktion 5000 t.

Wenn auch durch die erhebliche Verlagerung des Verkehrs auf die Straße heute der Brücke nicht mehr die praktische Bedeutung wie zum Zeitpunkt ihrer Errichtung zukommt, so stellt sie nach wie vor ein in der Landschaft beeindruckendes Bauwerk und ein technisches Denkmal ersten Ranges dar.



Müngstener Brücke/"Saxonia"
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