Eisenbahn in Deutschland
Rendsburger Hochbrücke

Deutschland
05.04.2001
Mi.-Nr. 2178

Brücken

Personenzug
Schwebefähre

Die Rendsburger Hochbrücke ist eine zwischen 1911 und 1913 erbaute Stahlkonstruktion in Rendsburg. Sie überspannt den Nord-Ostsee-Kanal und dient als Eisenbahn-Brücke, außerdem trägt sie eine angehängte Schwebefähre für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Sie ist eines der bedeutenden Technikdenkmäler in Deutschland.

Die Brücke entstand mit ca. 350 Arbeitern unter Leitung des Ingenieurs Friedrich Voß, die 17.740 Tonnen Stahl mit 3,2 Millionen Nieten zusammenfügten. Die Rendsburger Hochbrücke misst zusammen mit ihren beiden Auffahrtrampen 7,5 Kilometer. Die eigentliche stählerne Brückenkonstruktion hat eine Länge von 2.486 Meter, wobei die Hauptbrücke bei einer Gesamtlänge von 317 Meter den Kanal mit einer lichten Höhe von 42 Metern und einer Stützweite von 140 Metern überspannt. Die Auffahrtrampen sind in Form von charakteristischen engen Kurven geschwungen. Unmittelbar hinter der nördlichen Rampe befindet sich der Bahnhof von Rendsburg. Sie ist Teil der Eisenbahnlinie Hamburg - Flensburg - Fredericia (Dänemark) und damit wichtiger schienengebundener Verkehrsweg nach Skandinavien auf der Jütlandlinie.