Eisenbahn in Deutschland
Saalebrücke 1 O

Deutschland
- DDR
22.06.1961
Mi.-Nr. 835

Historische Bauten

 

Am 3. August 1844 konstituierte sich die "Thüringische Eisenbahngesellschaft" und begann im Oktober 1844 an mehreren Orten gleichzeitig mit den Bauarbeiten, mit bis zu 15.000 Arbeitern. So konnten die Streckenabschnitte zwischen Halle und Weißenfels am 20. Juni 1846 und weiter bis Weimar am 19. Dezember 1846 eröffnet werden. Von Weimar nach Erfurt fuhr die erste Bahn am 1. April 1847, bis Gotha am 10. Mai 1847 und bis Eisenach am 24. Juni 1847.

Der Bau der Strecke erforderte zwar keine großen Brücken und Tunnel, aber wegen des gebirgigen Geländes mit vielen Wasserläufen und tiefen Tälern mußten aber zahlreiche Kunstbauten, Dämme und Einschnitte errichtet werden. Südlich von Hafte waren es die Weiße Elster und die Saale, die zwischen Weißenfels und Großheringen achtmal überquert werden mußte. Bei Bad Kösen mußten Feldpartien abgetragen werden, damit sich die Trasse bogenreich an den schroffen Wänden der Saale entlangwinden konnte. Apolda ließ sich nur auf einem 20 m hohem Damm und einem ebenso hohen Viadukt überschreiten. Bis Weimar mußte die Ilm sechsmal überbrückt werden und zwischen Weimar und Erfurt waren tiefe Einschnitte notwendig. Die Saale- und Illbrücken zwischen Halle und Weimar sowie der Viadukt in Apolda stammen aus dem Jahr 1846. Lediglich ihre Fahrbahnwannen wurden teilweise erneuert, um die größer gewordenen Lasten aufnehmen zu können und ihre Bauwerke vor Wasserschäden zu bewahren. Die Saalebrücke Nr. 1 0 befindet sich in der Nähe des Ortes Saaleck bei Bad Kösen an der Strecke Weißenfels - Gerstungen. Auf der Brücke sind zwei Gleise nebeneinander velegt.


Technische Daten

Länge 65.280 mm
Öffnungen 4 x 12.550 mm
Höhe 4.600 und 6.400 mm
Pfeilerbreite 2.200 mm
Baujahr 1846