Leipzig-Dresdner Eisenbahn
"Saxonia"

Die ersten brauchbare in Deutschland nach den Plänen von Andreas Schubert gebaute Lokomotive entstand 1838 bei der Maschinenfabrik in Übigau bei Dresden. Die Konstruktion lehnte sich an englische Vorbilder an. Sie erhielt den Namen "Saxonia". Unter dem Führerstand befand sich eine Schleppachse zur Entlastung der zweiten Kuppelachse, die sie erst später erhielt. In der Urausführung war sie B-gekuppelt. Die Loks hatten einen beweglichen Rost, Speisewasservorwärmung, schmiedeeiserne Räder sowie eine Bandbremse, die wegen starken Verschleißes sehr bald wieder ausgebaut wurde. In den Jahren 1853/54 wurde sie in die Achsanordnung 1A1 umgebaut und an die Sächsisch-Böhmische Bahn verkauft. Sie wurde schon 1856 verschrottet.

In Vorbereitung der 150-Jahrfeier der ersten Ferneisenbahn in Deutschland zwischen Dresden und Leipzig wurde in der DDR diese Maschine anhand noch vorhandener Unterlagen mit Spendenmitteln der Eisenbahner der Deutschen Reichsbahn der DDR rekonstruiert und bei dieser Feier in Betrieb genommen.


Bulgarien
31. 7. 1984

Alte Dampflokomotiven



Saxonia/Müngstener Brücke
Nicaragua
5. 4. 1985

150 Jahre Eisenbahn in Deutschland


Vietnam
13. 9. 1985

150 Jahre Eisenbahn in Deutschland



Saxonia/A. Schubert
250
Deutsche Demokratische Republik
24. 9. 1985

Eisenbahnwesen und seine Tradition



Saxonia/A. Schubert
Burundi
30. 5. 2012

Deutsche Züge


Deutschland
5. 9. 2013

Tag der Briefmarke: 175 Jahre Dampflokomotive Saxonia


Technische Daten

Gesellschaft Leipzig-Dresdner Eisenbahn
Hersteller Übigau
Fahrwerk 0-4-2 (B1)
2-2-2 (1A1) nach Umbau
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 0,56 m²
Heizfläche 24,2 m²
Dampfdruck 4,2 kp/cm²
Zylinder-Ø 279 mm
Kolbenhub 406 mm
Leistung 40 kW
Treibrad-Ø 1.524 mm
Gewicht 15 t
Geschwindigkeit 50 km/h
Baujahr 1838