Eisenbahn in Deutschland
Flugbahn-Gesellschaft
Schienenzeppelin

St. Lucia
27.01.1986
Mi.-Nr. 826 und 827

Lokomotiven

 

Noch vor dem Bau des "Fliegenden Hamburgers" hatte die "Flugbahngesellschaft" damit begonnen, den Entwurf eines "Schienenzeppelins" nach den Ideen von Franz Kruckenberg zu realisieren.

Im Jahre 1930 war das propellergetriebene Fahrzeug schließlich fertiggestellt. Er ist ein Sonderling der Eisenbahngeschichte. Der aerodynamisch ausgeformte und propellergetriebene Schienenzeppelin stellt am 21. Juni 1931 mit 230 km/h einen neuen Weltrekord für Schienenfahrzeuge auf.

Doch dem nur 19 Tonnen wiegenden Leichtbauwunder des bekannten Schnellbahnpioniers Franz Kruckenberg bleibt der Durchbruch versagt. Der Propeller wirbelt zwar tatsächlich kein Taschentuch auf dem Bahnsteig auf. Der Luftstrom des 600 PS starken BMW-Flugzeugmotors versagt aber an Steigungen und beim Anfahren, so daß Zusatzmotoren für einen konventionellen Antrieb der Räder notwendig sind.

Nach seiner Rekordfahrt geht der "Schienenzepp" auf Jubeltour durch Deutschland, die ihn auch durchs Ruhrgebiet führt. Trotz dieses Erfolges brachte die DRG dem "Schienenzeppelin" nicht das erhoffte Interesse entgegen, denn inzwischen standen der Reichsbahn eigene Schnelltriebwagen zur Verfügung. Das Einzelstück wurde im Krieg wegen seiner Aluminiumhaut demontiert, aber seine Bestmarke hielt fast 25 Jahre lang. In der technikgläubigen Wirtschaftswunderzeit reifen Ideen für einen neuen Schienenzeppelin mit Düsenantrieb, werden aber nie realisiert.


Madagaskar
06.11.1998
Mi.-Nr. 2055 aus Kleinbogen

Transportmittel

Schienenzeppelin auf Deutschlandfahrt

Österreich
05.12.2003
Mi.-Nr. 2456

Meine Marke (Markenbuch "Exoten der Eisenbahnen")

 

Technische Daten

Gesellschaft Flugbahn-Gesellschaft
Hersteller Flugbahn-Gesellschaft
Achsfolge 1'1'
Spurweite 1.435 mm
Motor BMW-VI-Flugmotor
Leistung 600 PS
Gewicht 18,6 t
Geschwindigkeit 230 km/h
Baujahr 1930