Deutschland/Frankreich
High Speed Train Europe


Etienne Chambron/HTE
E2 (Japan)/TGV Atlanique/TGV PSE
Guinea
9. 5. 2002

Geschichte der Eisenbahn

 

Der High Speed Train Europe (HTE) war ein geplanter Hochgeschwindigkeitszug der Société Nationale des Chemins de fer Français (SNCF) und der Deutschen Bahn AG (DBAG). Der HTE sollte in Deutschland den Intercity-Express (ICE) und in Frankreich den Train à grande vitesse (TGV) ablösen und grenzüberschreitend im mittel- und südeuropäischen Raum verkehren.

Ab 1999 begannen die Bahnen Deutschlands und Frankreichs mit der Entwicklung eines gemeinsamen Lastenheftes. Die unterschiedlichen Philosophien beider Länder sowie neue technische Entwicklungen flossen in die Konzepte für ein- bzw. zweistöckige Hochgeschwindigkeitszüge mit und ohne Neigetechnik ein. Durch Kooperation sollten Kosten gesenkt, know-how gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden. Ab Ende 2000 war auch Italien eingebunden. Das Projekt verlor ab Ende 2002 an Schwung. Noch Anfang 2003 war geplant gewesen, die Gespräche im Sommer 2003 abzuschließen. Anhand eines Lastenheftes sollte Ende 2003 eine erste Ausschreibung erfolgen, wobei zunächst nur einzelne Vorserienzüge beschafft werden sollten. Deren Erprobung war ab 2007 vorgesehen. Serienzüge in größerer Stückzahl sollten ab 2010 eingesetzt werden.

Im Herbst 2004 teilte die Deutsche Bahn mit, die Vorbereitungsphase für das Projekt sei abgeschlossen worden. Eine vollständige Überwindung der nationalen Vorstellung sei nicht gelungen; weitere Arbeiten würden erst aufgenommen werden, wenn eine Neubeschaffung anstehe und eine Anpassung an künftige Normen erfolgen könne. Damit galt das Projekt als vorläufig gescheitert. Mit dem erarbeiteten gemeinsamen Lastenheft sei ein gemeinsames Fundament gelegt. Das Projekt wurde abgebrochen.