Internationale Züge
TGV Lyria

Lyria ist eine Tochtergesellschaft der Société nationale des chemins de fer français (SNCF) und der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), welche die TGV-Verbindungen zwischen Paris und der Schweiz betreiben. An der Gesellschaft nach französischem Recht und mit Sitz in Paris hält die SNCF 74 % der Anteile, die SBB 26 %.

Für die 1984 aufgenommenen Verbindungen nach Lausanne und Bern wurden neun TGV Sud-Est (PSE) mit Dreisystem-Ausrüstung eingesetzt. Von diesen neun TGV 110–118 gehören sieben der SNCF und zwei den SBB (TGV 112 und 114). Für die Verbindungen nach Genf werden klassische Zweisystem-Garnituren verwendet, in der Regel TGV PSE oder doppelstöckige TGV Duplex. Auf der Linie Zürich–Basel–Straßburg–Paris verkehrten seit dem 10. Juni 2007 die modernen TGV POS (Paris-Ostfrankreich-Süddeutschland) mit den Nummern 4401–4419 (TGV 4406 gehört den SBB). Im Jahr 2011 beschlossen die SBB und SNCF, alle 19 existierenden TGV POS, die zuvor für Alleo nach Süddeutschland fuhren, an Lyria zu übertragen. Die Züge erhielten eine neue Lackierung mit Lyria-Logo und sollten bis 2015 innen modernisiert werden. Seit 2012 verkehren auf der Strecke Paris–Basel(–Zürich) teilweise die doppelstöckigen Euroduplex-Züge. Diese Züge mit 510 Sitzplätzen können gegenüber den einstöckigen TGV POS mit 360 Plätzen mehr Passagiere transportieren. Die Absicht, bis Ende 2013 dort alle TGV POS abzulösen, wurde vom Betreiber Lyria nicht umgesetzt, weil der Einsatz eigener TGV POS für Lyria günstiger kommt als die Nutzung von der SNCF angemieteter Doppelstock-Züge.



TGV Atlantique/TGV 112 der SBB
TGV Duplex/TGV Atlanique
Etienne Chambron
Guinea
19. 12. 2002

Geschichte des französischen Eisenbahnwesens


Moçambique
15. 8. 2015

Europäische Hochgeschwindigkeitszüge