Eisenbahn-Infrastruktur
Dubysa-Eisenbahnbrücke

Die Eisenbahnbrücke über das Tal der Dubysa liegt bei dem Ort Lyduwėnai und ist gleichzeitig die längste und höchste Brücke in Litauen. Das Bauwerk steht im nördlichen Teil des Distrikts Kaunas und überführt nicht etwa den Eisenbahnverkehr über einen großen und breiten Strom. Im Gegenteil, sie überspannt ein weites Tal, durch das ein schmaler Fluss, der Dubysa fließt. Die erste Brücke, die dieses Tal überspannte, wurde im Ersten Weltkrieg 1915 bis 1916 von der Deutschen Armee gebaut und war komplett aus Holz hergestellt. Die Brücke, insgesamt 670 m lang und 54 m hoch, hielt aber den Belastungen nicht lange stand und sehr schnell wurde sie instabil. So sah sich die Wehrmacht gezwungen, noch 1918 eine tragfähigere Brücke, diesmal in Stahl- und Stahlbeton-Bauweise zu errichten.

Diese Brücke wurde dann im Zweiten Weltkrieg am 26. Juli 1944 gesprengt. Die Rote Armee ließ sie innerhalb von 29 Tagen notdürftig wieder herrichten. 1951 wurde dann die jetzige Brücke durch das UdSSR-Kombinat Mostostroy errichtet und die Notlösung ersetzt. Die Brücke ist 599 m lang, 4,50 m breit und 42,50 m hoch und die neuen Stützpfeiler stehen exakt neben den Resten der gesprengten Hindenburg-Brücken-Pfeiler. Sie konnte am "Tag der Arbeit", am 1. Mai 1952 dem öffentlichen Verkehr übergeben werden. Nach der Generalüberholung von 2006 - 2008 wurde die Brücke zum Kulturdenkmal Nr. 155 erklärt.



Dubysa-Eisenbahnbrücke bei Lyduwėnai
Güterzug
Estland
25. 10. 2012

Eisenbahnbrücken im Baltikum



Dubysa-Eisenbahnbrücke bei Lyduwėnai
Güterzug
Lettland
25. 10. 2012

Eisenbahnbrücken im Baltikum



Dubysa-Eisenbahnbrücke bei Lyduwėnai
Güterzug
Litauen
25. 10. 2012

Eisenbahnbrücken im Baltikum