Eisenbahn in Portugal
Historische Ereignisse
16. Juli 1893

Eröffnung der Cia. de Caminho de Ferro de Monte

Der Ingenieur Raúl Masnier Ponsard erarbeitete schon 1886 konkrete Pläne zum Bau einer Standseil- oder Zahnradbahn auf den Monte. Bei einer Abstimmung entschieden sich die Inselbewohner, die das Vorhaben mitfinanzieren mussten, zum Bau einer meterspurigen Zahnradbahn nach dem System Riggenbach zwischen Pombal und Levada de Santa Luzia. Die Idee dafür kam von Joaquim Antonio Marques. Schon am 13. August. 1891 wurde mit den Arbeiten begonnen. Der Name der Bahn war Cia. de Caminho de Ferro de Monte (CFM). Die Strecke wurde 16. Juli 1893 eröffnet und verband die Hauptstadt der Insel Funchal an der Südküste mit dem nördlich gelegenen Berg Monte. 1912 wurde die Strecke bis Terreira da Lucta verlängert. Die Länge der Bahnlinie bis Monte betrug 3,9 km, nach der Verlängerung waren es 4,8 km. Die maximale Steigung betrug 244 ‰. 1939 wurde der Betrieb eingestellt und die Gleise wurden 1942 demontiert. An Fahrzeugen waren 5 Dampflokomotiven, vier offene zweiachsige Personenwagen mit 50 Sitzplätzen und ein Packwagen vorhanden. Die ersten vier Dampflokomotiven wurden von der Maschinenfabrik Esslingen von 1893 bis 1912 geliefert. Die fünfte Lokomotive lieferte die SLM in Winterthur 1925.


Lokomotive der Maschinenfabrik Esslingen

Lokomotive der Maschinenfabrik Esslingen