Sovetskaja železnaja Dorogna
ФД20 (FD20) und ФД21 (FD21)

Die erste Lokomotive der Achsfolge 1'E1' wurde Ende Oktober 1931 gebaut. Sie erhielt die Bezeichnung ФД20 (FD20) wobei die Zahl "20" die Achsfahrmasse in t bedeutete. Die Entwicklung bedeutete für den sowjetischen Lokomotivbau einen großen Fortschritt. Die Treib- und Kuppelstangen der Lokomotive hatten anstelle der bis dahin bei russischen Lokomotiven angewendeten zylindrischen Buchsen und Keillager für flüssige Schmierstoffe nun gleitende Buchsen für feste Schmierstoffe. Für die Lokomotive wurde erstmalig in den Betrieben der Sowjetunion ein sechsachsiger Tender gebaut.

Ab August 1933 begann man in den besonders für die Herstellung leistungsfähiger Lokomotiven ausgerüsteten neuen Produktionsabteilungen des Lokomotivbaubetriebes Woroschilowgrad mit dem Bau der Serienlokomotiven. Während der Herstellung dieser Lokomotiven wurden ständig Konstruktionsveränderungen und Verbesserungen vorgenommen. Im August 1937 hatte der Betrieb Woroschilowgrad die 1.500. Lokomotive der Bauart ФД20 (FD20) an das Bw Krasny Liman ausgeliefert.

Der Lokomotivbaubetrieb Woroschilowgrad rüstete 1935 nach einem Entwurf von Ingenieur P. A. Sorok die Lokomotive ФД20-400 (FD20-400) mit Kohlenstaubfeuerung aus. Der Kohlenstaub wurde von einer zentralen Staubaufbereitungsanlage zugeführt. Da die hintere Feuerbüchsrohrwand beim Feinrohr-Überhitzer durch Asche versetzt wurde, wurde die Lokomotive 1936 auf die übliche Feuerungsart umgebaut. Die Versuche wurden mit der ФД20-894 (FD 20-894) fortgesetzt. Beim Verbrennen von Kohlenstaub wurden hier zufriedenstellende Ergebnisse erzielt.

Ab Mitte 1940 erhielten die Lokomotiven den Großrohr-Überhitzer L 40. Zur Unterscheidung von den anderen Lokomotiven dieser Bauart wurde ihnen nach der Buchstabenbezeichnung die Zahlenbezeichnung 21 zugeordnet.

Um die Lokomotiven auf Strecken mit leichtem Oberbau einsetzen zu können, wurde ein Entwurf zur Umrüstung der ФД (FD)-Lokomotiven von der Achsfolge 1'E1' in die Achsfolge 1'E2' mit Verringerung der Achsfahrmasse von 20 t auf 18 t erarbeitet. Nach diesem Entwurf wurden 1943/44 85 Lokomotiven der Reihe ФД (FD) in ФДр (FDr), (р (r) = entlastet)(Nr. 18-598 u.a.) umgebaut. Nach dem Kriege wurden die Lokomotiven der Achsfolge 1'E2' erneut in die Achsfolge 1'E1' umgerüstet.



von Links ФД (FD)/П12 (P12)/ИС (IS)
Sowjetunion
1. 1941

Technisierung in der Industrie und der Landwirtschaft



ФД 21-3000 (FD 21-3000)
Sowjetunion
15. 10. 1986

Dampflokomotiven



Usbekistan
11. 5. 1999

Lokomotiven



ФДп 20 (FD 20)
ВЛ80р (VL80r)/ТЭП70 (TEP70)
Rußland
28. 11. 2000

Technologie im 20. Jahrhundert



ФД 20-2714
(FD 20-2714)
Liberia
13. 12. 2004

200 Jahre Dampflokomotiven



ФД 20-750 (FD 20-750)
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15. 9. 2006

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ФД 20-1103  (FD 20-1103)
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SAR 25/SŽD ФД20 (FD20)
Garabit-Viadukt/Big Boy mit Güterzug/KD
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Historische Dampflokomotiven


Togo
15. 6. 2015

Russische Züge


Technische Daten
Bauart ФД 20
(FD 20)
ФД 21
(FD 21)
Gesellschaft SŽD
Hersteller Woroschilowgrad
Anzahl 2.925 286
Fahrwerk 1-5-1 (1'E1')
Spurweite 1.524 mm
Rostfläche 7,04 m²
Heizfläche 295,16 m² 250,0 m²
Überhitzer 148,4 m² 120,0 m²
Dampfdruck 15 kp/cm²
Bauart ФД 20
(FD 20)
ФД 21
(FD 21)
Zylinder-Ø (2) 670 mm
Kolbenhub 770 mm
Leistung 2. 200 kW
Treibrad-Ø 1.500 mm
Länge 29.000 mm
Gewicht 136 t
Geschwindigkeit 85 km/h
Baujahre 1931 - 1940 1940 - 1942