Schweiz
Schweizerische Bundesbahn
Ce 6/8 "Krokodil"


Ae 4/7 und Ce 6/8
Aarebrücke Bern
Schweiz
9. 8. 1947

100 Jahre Schweizer Eisenbahnen

 

Anfang 1919 wurde die erste Gotthard-Elektrolokomotive, die spätere Ce 6/8 I Nr. 14201 an die SBB geliefert. Im Gegensatz zu den nachfolgenden Serien-Krokodilen hatte die der Prototyp noch einen starren Kastenaufbau mit zwei Endführerständen sowie zwei flachen Vorbauten und einen Schrägstangenantrieb.

Die Serienlokomotiven wurden als dreiteilige Gelenklokomotive, besteht aus zwei ausladenden Vorbauten mit je drei Treibachsen und an den Enden einer lenkenden Bissel-Laufachse, ausgeführt. Zwischen den halbhohen, schlank Vorbauten mit je zwei Motoren erhebt sich der Lokomotivkasten mit Führerständen, Transformator und Hauptschalter, Motorgenerator und Stufenschalter. Er ist mit Drehzapfen auf den beiden Triebgestellen gelagert und gewährleistet dadurch trotz der Länge von immerhin 20 Meter die nötige Kurvengängigkeit auf den Gotthardkehren mit oft nur knapp 300 Meter Radius. Die beiden Fahrmotoren jedes Triebgestells übertragen ihr Drehmoment über ein Zahnradgetriebe auf eine gemeinsame Vorgelegewelle. Die Lokomotiven der ersten Serie, die 1920 und 1927 ausgeliefert wurde, erhielten die Nummern 14251 - 14283. Sie wurden mit Blindwellenantrieb ausgestattet. Dabei wird die Antriebskraft über eine Dreieckstange, deren gegenläufiges Schlußstück in einer Hilfswelle ruht, direkt auf die äußeren Treibachsen übertragen. Die Lokomotiven der zweiten Serie basierten mechanisch auf den Ce 6/8 II 14266 bis 14283, wurden aber mit dem Schrägstangenantrieb ausgerüstet. Sie erhielten die Nummern 14301 bis 14318.

Ab 1942 erhielten die einige Lokomotiven der ersten Serie neue leistungsfähigere Motoren, die eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 75 km/h zuliessen. Folgerichtig wurden sie jetzt als Be 6/8 II mit den Nummern 13251 bis 13265 bezeichnet (äußerlich an geänderten Treibstangen erkennbar). Alle Lokomotiven der zweiten Serie wurden zwischen 1953 und 1958 bei den Hauptuntersuchungen für eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h zugelassen und als Be 6/8 II mit den Nummern 13301 - 13318 bezeichnet. Ab 1973 wurde bei allen Lokomotiven die Höchstgeschwindigkeit wieder auf 65 km/h reduziert. Eine Umbezeichnung erfolgte aber nicht mehr.

Fast ein halbes Jahrhundert lang waren die Krokodile der Dauerbrenner der SBB. Einige Originale bleiben erhalten, zum Beispiel im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.



Modell der Ce 6/8
Umm al Kaiwain
1972

Lokomotiven

 


Ce 6/8 II
Paraguay
9. 2. 1981

100 Jahre elektrische Eisenbahn

 


Ce 6/8 II
St. Lucia
21. 9. 1984

Lokomotiven

 


Ce 6/8 II
St. Lucia
21. 9. 1984

Lokomotiven

 


Ce 6/8 III
Tunnelausfahrt
St. Lucia
21. 9. 1984

Lokomotiven

 


Ce 6/8 II
Cook Inseln
14. 5. 1985

Berühmte Züge und Lokomotiven

 


Modell von Märklin der Ce 6/8
Spur 1 (1933)
Guyana
25. 11. 1992

GENOVA'92

 


Ce 6/8 II
Niger
28. 8. 1997

150 Jahre Eisenbahnen in der Schweiz

 


Be 6/8 III
Tschad
4. 2. 1998

150 Jahre Schweizer Eisenbahnen

 


Ce 6/8 III
Frankreich
6. 7. 2001

Geschichte der Eisenbahn

 


Modell von Märklin der Ce 6/8
Schweiz
14. 11. 2013

Pro Juventute
Modellbahnen

 

Technische Daten

  Ce 6/8 I Ce 6/8 II Ce 6/8 III
Gesellschaft SBB
Nummern 14201 14251 - 14283 14301 - 14318
Hersteller SLM/Oerlikon
Fabr.-Nr. (SLM)   2671 - 2680
2697 - 2706
2730 - 2732
2771 - 2780
3027 - 3080
3111 - 3119
Achsfolge (1'C)(C1')
Spurweite 1.435 mm
Leistung 2.370 PS 3.640 PS 2.240 PS
Antrieb Schrägstange Blindwelle Schrägstange
Länge 19.250 mm 19.460 mm 20.060 mm
Gewicht 118,0 t 126,0 t 131,0 t
Geschwindigkeit 65 km/h (zeitweise 75 km/h)
Baujahre 1919 1920 - 1927 1925- 1927