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Genève-Cornavin
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Bahnhof Genève-Cornavin

Der Bahnhof Genève-Cornavin ist der Hauptbahnhof der Stadt Genf. Die Standortwahl des Bahnhofs fiel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, während der Planung der Bahnstrecke Genf–Lyon. Man entschied man sich, den Bahnhof an den damaligen Stadtrand zu setzen, um die Anwohner vor dem Lärm und den Abgasen zu schützen und damit die Stadt nicht in zwei Teile geschnitten wird.

Im Rahmen einer dreitägigen Feier wird die Strecke und der Bahnhof zwischen dem 16. und dem 18. März 1858 eröffnet. Während der Zeit, als der Bahnhof noch in Hand der PLM liegt, wird der Bahnhof zweimal, 1873 und 1893, erweitert. Durch ein Feuer am 11. Februar 1909 brennt der Bahnhof bis auf seine steinernen Grundmauern ab. Kurze Zeit später, 1912, übernehmen die Schweizerischen Bundesbahnen den Bahnhof. Nachdem am 28. April 1919 während der Pariser Friedenskonferenz entschieden wurde, den Sitz des Völkerbundes nach Genf zu legen, brachen in der ganzen Stadt Genf zahlreiche Arbeiten an. In diesem Zusammenhang wurde der Bahnhof Cornavin nach Plänen des Architekten Julien Flegenheimer mit Skulpturen von Jacques Probst im Giebel errichtet. Die Haupthalle wurde schon 1929 eröffnet, die restlichen Arbeiten sind 1931 fertiggestellt worden. Im Rahmen des RailCity-Konzeptes der SBB wurde der Bahnhof in ein Servicezentrum umgewandelt. Hierfür wurde 2004 der Westflügel des Bahnhofs renoviert, der Rest des Gebäudes zwischen 2010 und 2014 modernisiert. Die historische Aussenfacade wurde beibehalten.



Bahnhof Genf-Cornavin
Schweiz
8. 9. 2016

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