Schweiz
Gotthardbahn
Nr. 201 - 230 und 931 - 938

Zentralafrika
10. 4. 1989

Verkehrswesen

Erste elektrische Lokomotive
Lokführer

Werner von Siemens

Nr. 202 mit St. Gotthard-Express
Preußische S 52


Die Gotthardbahn erhielt im Jahre 1894 zwei Prototyen von 2'C-Lokomotiven von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM), die mit den Nummern 201 und 202 eingesetzt wurden. Die im Aufbau komplizierteste Maschine war die Lokomotive mit der Nummer 201. Ihre Dampfmaschine bestand aus drei Zylindern. Bei der zweiten Versuchslokomotive, also der Lokomotive mit der Nummer 202, wurde eine andere Lösung gewählt. Ihre Dampfmaschine bestand aus vier Zylindern, die ausschliesslich im Verbund arbeiteten. Sie wurde zur Grundlage der Serie.

Die Dampfmaschinen der in Serie gebauten Maschinen unterschieden sich jedoch von der Lokomotive mit der Nummer 202. So konnte die Leistung dieser Dampfmaschinen gegenüber den Prototypen nochmals leicht erhöht werden, so dass diese Lokomotiven eine Leistung von 1.400 PS erzeugen konnten. Das spiegelte sich dann auch bei einer etwas höheren Zugkraft nieder. Die Serienlokomotiven entstanden in den Jahren 1897 - 1905. Die Lokomotiven mit den Nummer 225 bis 230 erhielten später Überhitzer eingebaut. Die Überhitzer trockneten den Dampf, wodurch seine Wirkung noch etwas verbessert wurde. Dieser Überhitzer nach Schmidt benötigte im Kessel jedoch Platz, so dass sich die Heizfläche auf 155.8 m² verringerte. Durch den geringeren Anteil Wasser, wurde aber der Verlust mehr als nur kompensiert. Zur Kennzeichnung wurden die mit einem Überhitzer ausgerüsteten Lokomotiven mit einem Messingring am Kamin gekennzeichnet. Nach Übernahme durch die SBB im Jahre 1909 wurden sie als A 3/5 mit den Nummern 901 - 930 geführt.

Eine weitere Serie von 8 Lokomotiven wurde bei Maffei bestellt, die 1908 geliefert wurde. Maffei selbst lieferte aber nur die Nr. 931 - 934. Die restlich Lokomotiven (Nr. 935 - 938) kamen von SLM. Sie wichen in ihrer Konstruktion von den beiherigen Maschinen ab. Sie unterschieden sie sich vor allem durch den Antrieb auf der erster Kuppelachse. Auch wurden mit einem Überhitzer ausgerüstet. Der Vorteil gegenüber dem Dampftrockner war der viel heissere Dampf und der Verzicht auf einen zweiten Dampfdom. Durch den Überhitzer reduzierte sich auch hier die Heizfläche auf 198 m². Die Kennzeichnung mit dem Messingring erfolgte auch hier. Nach Übernahme durch die SBB im Jahre 1909 wurden sie als A 3/5 mit den Nummern 931 - 938 geführt.


Lesotho
2. 9. 1996

Lokomotiven und Triebfahrzeuge

Nr. 931 - 938
St. Gotthard-Express

Moçambique
30. 12. 2011

Dampflokomotiven

Nr. 202
St. Gotthard-Express
Schilder am Bahnübergang

Technische Daten
  201 202 - 230 931 - 938
Gesellschaft Gotthardbahn
Hersteller SLM Maffei/SLM
Fabr.-Nr. 877 878, 1025 - 1032,
1123 - 1132,
1411 - 1414,
1659 -1664
2727 - 2730
1892 - 1895
Achsfolge 2'C
Spurweite 1.435 mm
Rostfläche 2,4 m² 3,3 m²
Heizfläche
nach Umbau
166 m² 166 m²
155,8 m²
254,8 m²
198 m²
Überhitzer
nach Umbau
- -
?
-
38,6 m²
Dampfdruck 14 kp/cm² 15 kp/cm² 15,0 kp/cm²
Zylinder-Ø
- Hochdr.
- Niederdr.
 
(1) 458 mm
(2) 570 mm
 
(2) 360 mm
(2) 570 mm
 
(2) 395 mm
(2) 635 mm
  201 202 - 230 931 - 938
Kolbenhub 660 mm
Leistung
203 - 230
1.100 PS 1.100 PS
1.400 PS
1.660 PS
Treibrad-Ø 1.610 mm
Länge
Nr. 203, 204
Nr. 205 - 230
16.320 mm 16.320 mm
16.695 mm
16.705 mm
17.460 mm
Gesamtgewicht 100 t 104 t 118,3 t
Dienstgewicht 61,7 t 67,4 t 79 t
Reibungsgewicht 46 t 48 t 49,5 t
Achslast     16,4 t
Brennstoff 5 t
Wasser 14,4 m³ 17,3 m³
Geschwindigkeit 90 km/h
Baujahre 1894 1894 - 1905 1908