Schweiz
Wagen und Züge
St. Gotthard-Express

Zentralafrika
10. 4. 1989

Verkehrswesen

Erste elektrische Lokomotive
Lokführer

Werner von Siemens

Nr. 202 mit St. Gotthard-Express
Preußische S 52 mit Schnellzug


Seit der Einführung bedeutender Zugverbindungen erhielten die auf gewisse Relationen verkehrenden Züge Namen. Der zwischen Basel, Luzern und Mailand über den Gotthard verkehrende Schnellzug hieß "St. Gotthard-Express".

Auf der 1906 in Mailand stattgefundenen Weltausstellung wurde dort von der Gotthardbahn der so genannte St. Gotthard-Express" gezeigt. Der Zug bestand aus einer Dampflokomotive mit der Achsfolge 1'C (Betr.-Nr. 201-230 und 931 - 938) , einem kombinierten Post-Gepäckwagen sowie drei Personenwagen der 1. Klasse, der 1./2. Klasse und der 3. Klasse. Alle Wagen waren vierachsig.

Bei den Wagen wurde ein besonderes Augenmerk auf guten Fahrkomfort, gute Laufeigenschaften und eine gediegene Ausstattung gelegt. Die Wagengestelle hatten Drehgestelle preußischer Art. Außer den Wagen der 3. Klasse haben alle ein doppeltes Dach, auf dem so genannte Torpedo-Ventilatoren saßen. Die verwendeten Faltenbälge entsprachen den deutschen Normen. Alle Wagen hatten eine doppelte Westinghaus-Bremse und Dampfheizung. Sie waren für den Verkehr in Italien, Frankreich und Deutschland zugelassen.

Der kombinierte Post-Gepäckwagen, Serie FZü 1659, wurde 1905 in der Waggonfabrik Rastatt gebaut, er hatte ein kleines Abteil für den Zugführer und elektrisches Licht.

Die luxuriösen Erste-Klasse-Wagen, Serie A4ü 71, stammten von der Fa. Van Zypen & Charlier aus Köln-Deutz. Sie waren durch Pendeltüren in zwei Salonabteile für Raucher und Nichtraucher zu je zwölf Sitzplätzen eingeteilt. Auch diese Wagen hatten elektrisches Licht. Ein Teil der Sitze konnte in Betten verwandelt werden. Im Raucherabteil saßen die Reisenden in braun-roten Mohair-Plüsch-Sesseln. Die Sessel der Nichtraucher waren in einer blau-grünen Tönung gehalten

Die Personenwagen der 1. und 2. Klasse kamen ebenfalls aus Köln. Die Wagen hatten einen Seitengang, von dem aus man durch Schiebetüren in die Abteile gelangte. Es gab zwei Abteile der 1. und fünf Abteile der 2. Klasse. In allen Abteilen konnten die mit hellgrauem Plüsch bezogene Sessel in Betten umgebaut werden. Diese Wagen hatten Gasbeleuchtung.

Die Personenwagen der 3. Klasse, Serie C4ü 1256, baute die Schweizer Industrie-Gesellschaft in Neuhausen am Rheinfall. Es gab Holzbänke und Lederkissen und gepolsterte Kopfstützen.


Lesotho
2. 9. 1996

Lokomotiven und Triebfahrzeuge

Nr. 931 - 938
St. Gotthard-Express

Moçambique
30. 12. 2011

Dampflokomotiven

Gotthardbahn Nr. 202
St. Gotthard-Express
Schilder am Bahnübergang