Nahverkehr in der Schweiz
Wagen und Züge
S-Bahn

Schweiz
6.3.1990
Mi.-Nr. 1410

Inbetriebnahme der Züricher S-Bahn

450
Steuerwagen

Im Mai 1990 wird die Zürcher S-Bahn, ein Gemeinschaftswerk des Kantons Zürich und der SBB, nach einer rund 7jährigen Bauzeit den Betrieb aufnehmen. Die S-Bahn verkehrt auf einem Netz von insgesamt 380 km Länge. Kernstück ist eine Neubaustrecke von rund 12 km Länge. Davon laufen 7,7 km unter der Stadt Zürich und dem Zürichberg. Der bisherige Kopfbahnhof Zürich wird damit neu auch Durchgangsbahnhof.

Auf den meisten der 14 Linien der S-Bahn wird ein Halbstundentakt angeboten, der in den Spitzenzeiten verdichtet ist. Dank dem Verkehrsverbund benötigen die Fahrgäste auf Bahn, Bus und Schiff nur noch einen einzigen Fahrausweis.

Für die Entwicklung und den Bau des neuen Rollmaterials zeichnen verschiedene Schweizer Firmen verantwortlich. Die eleganten doppelstöckigen Zugkompositionen sind ein augenfälliges Merkmal für die neue Ära im öffentlichen Regionalverkehr. Eine Lokomotive, zwei Mittelwagen und ein Steuerwagen bilden eine Zugkomposition mit einer Länge von rund l00 m; bei Bedarf können bis zu zwei weitere S-Bahn-Kompositionen angekuppelt und insgesamt 1.200 Personen befördert werden.