London & North Eastern Railway
A1/1 (60113-60162, 60163)

Die erste Pazifik von Gresley, die "Great Northern" wurde von Edward Thompson umgebaut. Die "Great Northern" ordnete man bei LNER als "A1/1"ein.

Schon vor Thompsons Pensionierung nahm sein vorgesehener Nachfolger bei der LNER, Arthur Peppercorn, im Zeichnungsbüro in Doncaster sich die Pazifiks vor. Sein Entwurf sah vor, die Zylinder in ihre ursprüngliche Lage zurückzuversetzen, eine kürzere Treibstange des Innenzylinders machte die Maschinen kompakter. Nach diesen Zeichnungen bestellte man 49 Lokomotiven mit Treibrädern von 2. 32 mm als Class "A1". Die neuen Lokomotiven wurden erst nach der Verstaatlichung geliefert. Alle besaßen Kylchap-Doppelblasrohre. 5 Loks erhielten Rollenlager. Zu Beginn hatten sie zylindrische Schlote, später ersetzte man diese durch die normale Doncaster-Type.

Die "A1"-Pazifiks erwiesen sich als schnelle und wirtschaftliche Maschinen, die einen nennenswerten Teil der Zugförderung der Ostküste übernahmen, allerdings ausgenommen waren die Schnellzüge, die von den "A4"-Stromlinienloks ohne Halt vom Londoner Kings Cross-Bahnhof nach Edinburgh gebracht wurden. Ihre Unterhaltungskosten lagen niedriger als die der BR-Pazifiks und sie erreichten erwähnenswerte Laufleistungen. In einem Zeitraum von 12 Jahren fuhren sie durchschnittlich 325 km pro Kalendertag, der höchste Wert der BR; die 5 Rollenlagermaschinen übertrafen dies noch mit 367 km pro Tag. Sie liefen etwas rauher als die "A4", denn sie neigten auf geraden Gleisen zum Schlingern, trotzdem erreichten sie Geschwindigkeiten von mehr als 160 km/h bei einer Reihe von Gelegenheiten.

Diese Maschinen waren ein angemessener Höhepunkt der Doncaster-Pazifiks, aber leider kamen sie zu spät, um noch ein volles Lokomotivleben zu erfahren. In den frühen 60er Jahren schritt die Verdieselung der Ostküstenstrecke schnell voran, die Lokomotiven der Reihe "A1" musterte man zwischen 1962 und 1966 aus. Keine von ihnen blieb erhalten. Von 1994 bis 2008 wurde aus privater Initative ein Neubau nach den alten Plänen realisiert. Die Lokomotive erhielt den Namen Tornado und die Betiebsnummer 60163.



A1 Nr. 60153 "Flamboyant"
Tuvalu
- Nukulaelae
23. 5. 1984

Lokomotiven



Nr. 60140 "Amadis"
Bahnhof Kings Cross, London
Großbritannien
18. 1. 1994

Dampflokomoitven



A1/1 Nr. 60113
Bahnhofshalle
Grenada
Carriacou und Petite Martinique
19. 7. 2004

200 Jahre Dampflokomotiven



Nachbau 60163 "Tornado"
Uganda
22. 10. 2012

Dampfzüge



Nachbau 60163 "Tornado"
Niger
1. 7. 2013

Dampfzüge aus aller Welt



Nachbau 60163 "Tornado"
Moçambique
25. 11. 2013

Dampflokomotiven



Nachbau 60163 "Tornado"
Niger
10. 9. 2014

Dampfzüge



Nachbau 60163 "Tornado"
Togo
30. 10. 2014

Dampflokomotiven



Nachbau 60163 "Tornado"
St. Thomas und Prinzeninsel
29. 12. 2015

Dampflokomotiven


Technische Daten

  A1/1 A1
Gesellschaft LNER BR
Hersteller Doncaster Doncaster Darlington
Nummern 60113 60114 - 60125
60153 - 60162
60130 - 60152
Anzahl 1 49
Fahrwerk 4-6-2 (2'C1')
Spurweite 1435 mm
Rostfläche 4,6 m²
Heizfläche 228,6 m²
Überhitzer 63,2 m²
Dampfdruck 17,6 kp/cm²
  A1/1 A1
Zylinder-Ø (3) 482 mm
Kolbenhub 660 mm
Treibrad-Ø 2032 mm
Zugkraft 166,6 kN
Länge 22250 mm
Dienstgewicht 167,5 t
Reibungsgewicht 67,2 t
Achslast 22,5 t
Baujahre 1945 1948 - 1949