Great Western Railway
Iron Duke Class

Für die Great Western Railway entwarf 1846 Daniel Gooch eine 2-2-2-Lokomotive mit breiter Spur, die eine Reisegeschwindigkeit von über 130 km/h erzielen sollte. Schon bald verdoppelte er die vorderen Laufachsen und veränderte sein Projekt in eine 4-2-2. Diese Maschine war die erste einer Großserie an Schnellzuglokomotiven, von denen einige, wie der Iron Duke, beinahe ein halbes Jahrhunder1 in Betrieb waren. Sie versahen ihren Dienst als Schnellzuglokomotiven bis 1892, jenem Jahr, in dem die Breitspur durch die Normalspur ersetzt wurde.

Die Iron Duke verfügte über alle Einrichtungen, die zu dieser Zeit typisch für englische Lokomotiven waren. Zwischen den Trägern des Rahmens angebrachte Zylinder, innen liegende Mechanik, Crampton-Schornstein mit rundem Abschluss und eine einzelne Treibachse mit großen Rädern. Die Größe des Rahmens bot zwischen den Trägern gut 70 cm mehr Platz als bei Normalspurlokomotiven. Dieser Aufbau ließ die Verwendung von viel größeren Zylindern und einer geräumigeren und daher leistungsfähigeren Feuerbüchse zu. Daraus ergaben sich Leistungen, die zu erreichen den Normalspurlokomotiven erst im folgenden Jahrhundert gelang, als man fortfuhr, die Antriebseinheit zu vervollkommnen.

Ab 1865 wurde die Iron Duke Class als Alma Class geführt. 1870 wurden drei Maschinen tiefgreifend umgebaut. Diese und nachfolgend zwischen 1871 und 1888 gefertigte gleichartige Neubauten wurden danach als Rover Class bezeichnet.


Gabun
8. 4. 1975

Lokomotiven


Volksrepublik Korea
20. 6. 1983

Lokomotiven


Kambodscha
20. 1. 1999

Dampflokomotiven


Malediven
2. 12. 2013

Dampflokomotiven


Nevis
3. 11. 2014

Dampflokomotiven


Technische Daten

Gesellschaft GWR
Konstrukteur Gooch
Hersteller Swindon Works
Anzahl 30
Fahrwerk 4-2-2 (2A1)
Spurweite 2.134 mm
Dampfdruck 7 kg/cm²
Zylinder-Ø 457 mm
Kolbenhub 610 mm
Rad-Ø
- vorne
- Antrieb
- hintgen
 
1.370 mm
2.438 mm
1.370 mm
Länge 14.470 mm
Gewicht 36 t
Geschwindigkeit 130 km/h
Baujahre 1847 - 1855