Eisenbahn in Großbritannien
Rover Class

Tuvalu
27.06.1984
Mi.-Nr. 236 und 237

Lokomotiven

"Tornado"

Der Prototyp "Great Western" von 1846 war im Grunde nichts anderes als eine verlängerte Version der "Fire Fly"-1A1-Lokomotiven mit einer um 68 % vergrößerten Rostfläche und einer um 36 % größeren Zugkraft. Die Konstruktion war so gut durchdacht. daß sie immer und immer wieder nachgebaut wurde, jedes Mal mit kleinen Anderungen und unter Berücksichtigung modernerer Techniken, bis die letzte Serie von 1888, die Rover Class entstand,

Abgesehen von der im Ganzen gut durchdachten und sauber ausgeführten Konstruktion lag der Grund für den Erfolg und die Langlebigkeit dieser Lokomotiven auch in der Natur der Breitspur selbst.

46 Jahre lang regierten also Goochs 2A1-Lokomotiven auf den Strecken der Great Western. Den "Flying Dutchman" von Paddington nach Newton Abbot vertraute man ihnen noch 1892 genauso an wie 1848, als er der schnellste Zug der Welt war. Spätere Versionen wiesen selbstverständlich Abweichungen in Details auf, ja es gab sogar so verzärtelnde Einrichtungen wie Führerhäuser für das Personal! Bis zu ihrem Ende erhielten sie keine Nummern, nur Namen und was für Namen: Rover, Swallow, Balaklava, Hirondelle, Timour, Iron Duke, Tartar, Sultan, Warlock, Lightning, Amazon, Crimea, Eupatoria, Inkerman, Courier, Bulkelv, Dragon, Great Britain Emperor, Sebastopol, Alma, Prometheus, Great Western Tornado. Tornado war die letzte Breitspurlokomotive, die im Juli 1888 geliefert wurde.


Technische Daten

Gesellschaft GWR
Achsfolge 4-2-2 (2'A1')
Spurweite 2.140 mm
Rostfläche 2,2 m²
Heizfläche 193,7 m²
Dampfdruck 9,8 kp/cm²
Zugkraft 42,9 kN
Zylinder-Ø (2) 457 mm
Kolbenhub 610 mm
Treibrad-Ø 2.438 mm
Länge14.478 mm  
Gewicht 72,6 t
Achslast 16,25 t
Baujahr 1888

Das Handbuch der Lokomotiven