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Führerstände

Der Führerstand (Führerraum) eines Schienenfahrzeugs bezeichnet den Platz oder Raum für den Fahrzeugführer. Er enthält die Bedienelemente, die zum Betrieb des Fahrzeugs nötig sind. Ein Führerstand ist heute in der Regel entweder als Führerhaus ausgebildet oder als Teil der Aufbauten ausgeführt. Dies gilt insbesondere für moderne Lokomotiven und Triebwagen, bei denen sich überwiegend Führerstände jeweils an den Fahrzeugenden befinden. Im Rangierdienst verwendete Lokomotiven werden vielfach mit einem zentralen Führerhaus ausgeführt.

Um die Besatzung vor den Wetterunbilden zu schützen, wurde der Führerstand von Dampflokomotiven vor allem mit höherer Fahrgeschwindigkeit zunehmend mit einem Dach und Schutzwänden ausgestattet, wie dies an dem dokumentierten Umbau etwa der amerikanischen Lokomotive John Bull ersichtlich ist. Dort wurde der angehängte Tank-Wagen bzw. Tender von der Bahngesellschaft mit einer Kabine ausgestattet und deren Dach bis über den Führerstand vorgezogen. Bei den schnellfahrenden Crampton-Lokomotiven um 1850 in Europa wurde immerhin schon ein dürftiger Windschirm vor den Führerstand gesetzt.



Dampflokführerstand mit Lokführer und Heizer
St. Thomas und Prinzeninsel
3. 10. 1992

Lokomotiven



Führerstand des CRH380B
Sierra Leone
7. 7. 2014

Züge in China



S102-Führerstand
Cuba
12/2014

Hochgeschwindigkeitszüge



Talent 2/Führerstand/Eisenbahner
Guinea-Bissau
21. 4. 2016

Hochgeschwindigkeitszüge