Eisenbahn in Australien
Victorian Government Railways
Class R

Tuvalu-Nui
19.03.1984
Mi.-Nr. 1 und 2

Lokomotiven

 

In dem Normalisierungsprogramm, das die Victorian Railways nach dem Zweiten Weltkrieg eingeleitet hatten, bekannt als die "Operation Phoenix", wurden diese großen neuen Lokomotiven der Class R für schweren Schnellzugdienst ausgelegt. Sie waren massiv gebaut und dafür bestimmt, schwere Arbeit zu leisten und weite Strecken ohne Wartung zurückzulegen. Die Maschinen hatten 127 mm dicke Barrenrahmen, eine großzügige Anwendung von Bauteilen aus Gußstahl und einen Kessel mit mechanischem Kohlebeschicker, konstruiert für harte Dauerleistungen in der Dampf-Erzeugung. Alle Achsen wurden mit selbstabgleichenden Rollenlagern ausgerüstet, und besondere Aufmerksamkeit galt den einzelnen Aggregaten des Dampfkreislaufs, um sicherzugehen, daß ein ungehindertes Strömen des Dampfs gewährleistet war.

Siebzig dieser Lokomotiven wurden in Schottland von der North British Locomotive Company gebaut. Obgleich ursprünglich für die 1.600-mm-Spurweite der Victorian Railways vorgesehen, waren sie so ausgelegt, daß sie auf die Regelspurweite von 1.435 mm umgestellt werden konnten, wenn sie in das Schienennetz der New South Wales Govemment Railwavs überwechseln mußten. Als dieses überwechseln auf den Spurweiten jedoch im praktischen Betrieb eingeführt werden sollte, war bei den wichtigen Schnellzügen der Dampf von der Dieseltraktion bereits verdrängt worden.


Guinea
25.10.1999
Mi.-Nr. 2495

Lokomotiven aus aller Welt

 

Technische Daten
Gesellschaft Victorian Railway
Nummern 700 - 769
Hersteller North British
Anzahl 70
Fahrwerk 4-6-4 (2'C2')
Spurweite 1.600 mm
Rostfläche 3,9 m²
Dampfdruck 14,7 kp/cm²
Zylinder-Ø 546 mm
Kolbenhub 711 mm
Zugkraft 14,9 t
Treibrad-Ø 1.828 mm
Baujahr 1950