Eisenbahn auf der Weihnachtsinsel
British Phosphate Company
Grubenbahn

Weihnachtsinsel
24.08.1988
Mi.-Nr. 263

100. Jahrestag der Besiedlung

Phosphatabbau (1910)

Phosphatsalze kanmen in der Natur z. T. in großen Lagern vor und werden vielfach abgebaut, teils als Rohstoffe für die Gewinnung von Phosphor bzw. zur Weiterverarbeitung zu DüngemitteIn, teils auch als Rohstoffe für die Gewinnung der in ihnen enthaltenen Metalle. Phosphatsalze findet Verwendung als Düngemittel, als Wasserenthärtungsmittel und zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln; einige Phosphate werden daneben u. a. auch in der Lebensmitteltechnik (z. B. als Käseschmelzsalze) verwendet.

Bis 1902/03 wurde das Phosphat zuerst vom Phosphate-Hili in beschwerlicher Handarbeit gelöst und von Kulis zum Hafen transportiert. Danach wurden die ersten Gleise mit 600 mm Spurweite verlegt bis in die Abbaufelder (Quarries). Die 2-achsigen Kipploren, mit einem Fassungsvermögen von 1,3 m³ wurden mit Muskelkraft bewegt und nur an den steilen Plateauhängen hinunter auf Hafenniveau baute man einen Haspelbetrieb (siehe Systemskizze) auf. Die Wagen wurden zuerst von der B.P.C. gekauft und später an die C.I.P.Co. überstellt.

Die beladenen Loren wurden bis an den Hang (ca. 30 m hoch) geschoben, mit einem Haspel auf die nächste Ebene herunter gelassen, mit einem zweiten Haspel an den Kipprand gefahren, ca. 10 m tief geschüttet, dort neu in Loren geladen, ans Schiff gefahren und über Rutschen darin verstaut. Da die Arbeit zu zeitaufwenig war, wurde sie im Laufe der Jahre vereinfacht, in dem man verschiedene Arbeitstakte überbrückte.


Weihnachtsinsel
13.02.1991
Mi.-Nr. 325

100 Jahre Phosphatabbau

Phosphatverladung in Loren (1908)